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SAMO in Werfenweng – Elektroauto Think

Elektroauto Think_1513Den Think City habe ich ja schon einmal getestet. Allerdings nur kurz, während einer Probefahrt bei Denzel in Wien. In Werfenweng konnte ich das kleine Auto zweieinhalb Tage voll austesten! Der Kleine Zweisitzer mit dem großen Kofferraum ist wie ein Automatikauto zu fahren. Mit dem kleinen Unterschied, dass der Elektromotor beim Beschleunigen keinerlei Schaltpausen hat.

Am ersten Tag waren wir auf der Autobahn von Werfenweng nach Golling unterwegs, um dann die Lammerklamm zu besuchen. Natürlich ist der Think City kein Fahrzeug für die Überholspur! Auch muss man beim Überholen von LKW’s, die ja bekanntlich so ca. 90 km/h fahren, schon etwas Platz haben, denn der Think schafft maximal 110 km/h Geschwindigkeit. Nach ca. 75 km rumfahren, war der Akku auf ca. 50 % herunten und wir beschlossen sicherheitshalber wieder heimzufahren. Unsere Heimfahrt über eine kürzere Strecke, war dann doch noch ca. 47 km weit und der Akku des Think City hatte bei der Ankunft nach knapp 120 km noch ca.  30 % Saft. Allerdings bin ich an diesem Tag im Betriebsmodus “E” gefahren. Das bedeutet der Think regeneriert beim Bergabfahren den Akku und bremst dadurch merklich, wenn man den Fuß vom Strompedal nimmt. Außerdem bekommt man im “ECO” Modus beim Überholen und Bergauffahren nicht die volle Leistung. Das stört zwar keineswegs, ist aber im Vergleich zum “Drive” Modus ein merklicher Unterschied.

Da wir am Abend noch mal fahren wollten, steckte ich das Auto mal zum Laden an. Nach einem ca. 2 Stündigen Aufenthalt für Duschen, Abendessen, u.s.w hatte der Kleine schon wieder 50 % Ladung. Das bedeutet ca. 10% in 1 Stunde. Nicht schlecht, dafür dass man den Think “nur” mit 220V und nicht schnell laden kann.

Unser zweiter Tag mit dem Auto begann schon am Vorabend. Der Verleih hatte schon ein Auto da und ich nahm es gleich mit. Da der Wagen auch schon vollgeladen war, konnte ich schon am Abend einen Test im leistungsfähigen “D” Drive Modus machen. Denn bis am Abend wollte ich sowieso keine 120 km mehr fahren, und so musste ich auch nicht sparen. Der kleine Wagen beschleunigt in diesem Modus fast genau so gut wie ein Kleinwagen mit bis zu 75 PS. Allerdings nur bis ca. 75 km/h. Danach geht es sehr gemütlich weiter bis ca. 100 km/h. Für die Stadt perfekt, denn schneller als 80km/h kann man dort eh nicht oft fahren. Laut Hersteller beschleunigt der 34kw starke Elektromotor das Auto 0-50 km/h in 6,5 Sekunden. Genug Beschleunigung um in der Stadt mit zu schwimmen!Elektroauto Think_1670

Am nächsten Tag war das Wetter eher schlecht und wir beschlossen mit dem Think wieder die Gegend zu erkunden. In Bischofshofen machte sich ein weiterer Vorteil dieses Autos bemerkbar. Mit einer Länge von 3,2 Metern ist das kleine Auto hervorragend einzuparken. Speziell auch deshalb, weil die Heckscheibe bis zur Ladekante heruntergeht und man daher fast die Stoßstange sieht. So fanden wir auch einen speziellen Parkplatz, der wie für den Think gemacht war!

Bei der Rückfahrt am zweiten Tag wurde es kalt und regnerisch. Die 4kw Heizung des Think hat das allerdings nicht gestört und wir mussten sogar wieder zurückdrehen, da es im Auto schnell sehr warm wird!. Auch die Beleuchtung ist topp und hat unsere Reichweite am zweiten Tag kaum merklich verkürzt.

Die Straßenlage bei Regen und rutschiger Fahrbahn ist vorbildlich. Das kleine Auto kann man auch in engen Kurven nicht aus der Ruhe bringen. Ich bin schon viele Kleinwagen gefahren die da nicht so souverän reagieren! Das liegt sicher auch daran, dass der Akku direkt unter dem Auto verbaut ist und der ganze Wagen daher einen optimalen Schwerpunkt hat. Die subjektiv gefahrene Geschwindigkeit fühlt sich dabei allerdings höher an als sie ist.

Nach meinem Test ist der Think City das perfekte Stadtauto, wenn man daheim und vielleicht sogar in der Firma eine Lademöglichkeit hat!
Leider ist der Preis noch viel zu hoch, somit wird es sicher noch etwas dauern bis sich dieses Auto in großen Stückzahlen verkauft. Wenn der kleine Wagen einen Preis wie ein vergleichbarer Kleinwagen mit Benzin oder Dieselantrieb bekommt, dann ist er ganz oben auf der Liste meines nächsten Autos!!

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Reisen | Tags:


SAMO in Werfenweng – Test der Funfahrzeuge

DSC_1542Nach dem anstrengenden Urlaub am Seemobil hat Andrea bei Hoferreisen einen Funsport Urlaub gefunden.

Unter dem Titel SAnfteMObilität bietet der Ort Werfenweng viele lustige und auch interessante Fahrzeuge kostenlos zum Ausleihen an. Die Aktion ist allerdings daran gebunden, dass man seinen Autoschlüssel bei der Touristeninformation für mindestens 4 Tage abgibt, oder mit dem Zug anreist.

Nur dann bekommt man die sogenannte SAMO-Karte und kann sich alle angebotenen Fahrzeuge kostenlos ausleihen. Will man seinen Autoschlüssel behalten ist es natürlich auch möglich, aber dann zahlt man eine normale Mietgebühr. Da es auch Erdgasautos  und das Elektroauto Think City zum Ausleihen gibt, habe ich kein Problem mich von meinem Autoschlüssel zu trennen, falls wir mal die Umgebung erkunden wollen.DSC_1574

Da am ersten Tag schon alle Autos verliehen sind reservieren wir uns für den Folgetag gleich mal einen Think und probieren heute mal einige Spaßgefährte aus. Ich kann mir vorstellen dass in der Hauptsaison hier ein ziemlicher Andrang herrscht, da aber derzeit Nachsaison ist, kommen wir in den Genuss wirklich ALLE dieser Fahrzeuge ausprobieren zu dürfen. Man kann sie mit der SaMo Karte kostenlos so oft mal will immer für 30 Minuten kostenlos ausleihen und muss sie nachher wieder zurückbringen damit andere Leute auch in den Genuss kommen.

Der Biga sieht aus wie ein Streitwagen ohne Pferde, beschleunigt sehr rasant und fährt ca. 16 km/h schnell. Er wird nach einigen Tests Andreas Lieblingsfahrzeug.
Auch der Arrow, das rote Elektrogocart ist ganz witzig zu fahren. Es fährt ungefähr 20 km/h schnell, und hat einen Wendekreis eines LKW Zuges Zwinkerndes Smiley.  Das dritte, von uns getestete Fahrzeug ist ein Elektromoped welches als Fahrrad zugelassen ist, da es nicht mehr wie 25 km/h schnell ist. Dieses Ding probieren wir sogar kurz zu zweit aus.

DSC_1595 Reichweite haben sie alle so ca. 20 km, also auch nicht gerade berauschend. Über die Praxistauglichkeit brauchen wir hier nicht diskutieren, denn bei etwas stärkeren Steigungen geben alle drei recht schnell auf. Einzig das Elektromoped klingt interessant, denn dieses gibt es angeblich auch mit einem stärkeren Akku. Dann hat es eine Reichweite von bis zu 60 km, das ist ok.
Anstandshalber stell ich mich noch auf einen Segway und drehe ein paar Runden. Dass der Segway praxistauglich ist, weiß ich ja schon aus meiner eigenen Erfahrung.

Die Flyer Elektroräder können wir leider nicht benutzen, da es kein Fahrrad mit einem so niedrigen Sattel gibt, wie Andrea es brauchen würde. Wir versuchen zwar gemeinsam mit dem Verleiher einen anderen Sattel zu finden, was aber leider nicht funktioniert. Schade, denn einen Tag mit Elektrorädern hätten wir eigentlich geplant. Es gibt natürlich auch normale Fahrräder oder zwei Liegeräder, aber da Werfenweng heroben am Berg ist, wird uns die Rückfahrt damit sicher zu anstrengend. Und angestrengt haben wir uns vorige Woche genug!!

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Fahrrad, Reisen


Elektroautos im Praxistest – Probefahrt mit dem Think City

2010_01_04_ThinkCity_frontDas zweite Elektrofahrzeug, das ich mir ansehe ist der Think!City der norwegischen Automobilschmiede THINK. Diese Firma entwickelt schon seit 1990 Elektroautos und hat somit schon viele Jahre Erfahrung mit Elektrofahrzeugen. Der erste Think City Prototyp wurde bereits 1991 entwickelt und ist seit einigen Jahren ausgereift. Seit 2006 werden die Think City Modelle bereits in Norwegen verkauft. Die Think City werden in Österreich von Denzel vertrieben.

Der erste Eindruck des Think! ist genau das Gegenteil vom Tazzari. Der Think! sieht auf den ersten Blick wie ein etwas zu groß geratenes Mopedauto aus. Gar nicht schnittig und wenig sportlich! Auf den zweiten Blick aber entpuppt sich der Think! als ein sehr gut durchdachtes Elektroauto mit viel Praxisnähe. Ein paar Ausstattungsmerkmale:

2010_01_04_ThinkCity_Heck

  • 2 Sitzplätze
  • Frontantrieb (Elektromotor 34 kW / 46 PS)
  • Wasserheizung (elektrisch)
  • Servolenkung
  • Bremskraftverstärker und ABS
  • 2 Airbags (Fahrer und Beifahrer)
  • elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung
  • vollwertiger Kofferraum (vergleichbar mit Mittelklasse PKW)
  • ausgewogenes Fahrwerk
  • weitere Ausstattungsmerkmale auf der Webseite …

Der Think City fährt sich sehr souverän. Das Fahrwerk ist sehr ausgewogen und durch die Batterien in der Mitte des Fahrzeugbodens hat der Think eine überraschend gute Straßenlage. Dadurch verleitet er nicht nur zu sportlicher Fahrweise, sondern wird auch aufgrund seiner eher biederen Optik oft von anderen Verkehrsteilnehmern unterschätzt. Der ca. 35 kW starke Elektromotor, welcher vorne eingebaut ist, hat einen überzeugenden Antritt. Der Think fährt sich ähnlich einem Automatik Fahrzeug und man braucht nicht viel überlegen, da sowohl die Instrumente, als auch der Schalthebel selbsterklärend sind.
Bei der Probefahrt kommt nach kurzer Zeit ein gewisser Suchtfaktor auf! Ich habe den Schalthebel nicht auf "E"conomy, sondern auf "D"rive. In diesem Modus gibt der kleinen Wagen wirklich alles, was technisch möglich ist. Und das ist eine ganze Menge! Bis 70 km/H spürt man eine starke Beschleunigung, die mich dazu verleitet auf die Autobahn zu fahren um herauszufinden wie hoch die Endgeschwindigkeit des Think City denn ist. Auf der Fahrt bis Wiener Neudorf merke ich dann schnell wo die Grenzen sind, denn der starke Antritt lässt ab 70 km/h bis 100 km/h merklich nach. Trotzdem ist man auf der Autobahn nicht vollkommen deplatziert, aber man sollte sich eher auf der rechten Spur einordnen, denn mehr als 100 km/h ist nicht drinnen.

2010_01_04_ThinkCity_seiteDie Ausstattung des Think City lässt wenig Wünsche offen und ich bekomme richtig Lust dieses gut durchdachte Auto länger als eine Stunde zu fahren.
Der Wagen ist mit einer Reichweite von ca. 160 km nicht nur als Stadtfahrzeug zu brauchen, denn damit kommt man auch schon etwas ins Umland. Bei meiner Probefahrt von ca. 1 Stunde bei ca. 2 Grad Minus, eingeschalteter Heizung, Radio und Fahrzeugbeleuchtung, habe ich für ca. 45 km etwas weniger als 40% des Akkus leergefahren.  Dabei habe ich den kleinen sehr zügig bewegt und ordentlich Leistung abverlangt! Den Ecomodus habe ich nur zum Vergleich kurz aktiviert.
Das bedeutet dass der Think! bei diesen eher widrigen Verhältnissen immer noch ca. 110 km weit kommt, sofern die Akkustandsanzeige korrekt funktioniert. Das ist absolut Praxistauglich.
Leider hat auch der Think! einen Nachteil! Den relativ hohen Anschaffungspreis von ca. 35.000,-!
Dafür bekommt man aber eine 5 Jahres Garantie auf den Lithium Ionen Akku und Antriebssystem, ein 5 Jahre (oder 100.000 km) Sorglos Paket eben.

Wer also weniger auf Show aus ist, sondern ein praxistaugliches Stadtfahrzeug mit reinem Elektroantrieb und einem brauchbaren Kofferraum sucht, sollte den Think City bei Denzel “Green Drive” in Erdberg mal probefahren.

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Innovative Technik