Mobiky

Mobiky Jouri Elektro 2009

Mobiky_offen<—->Mobiky_gefaltet

Das Mobiki Jouri 16″ elektro ist ein ideales Stadfahrzeug wenn man seine Wege nicht nur mit U-Bahn und Schnellbahn kombinieren möchte, sondern auch mit Strassenbahn und Bus.
Denn das Fahrrad läßt sich so klein zusammenlegen, dass es nicht mehr Platz braucht wie ein grosser Reisekoffer!

Der Klappmechanismus des Fahrrades ist so ausgetüftelt, dass man es in echten 5 Sekunden bereits transporttauglich zusammenklappen und dann auch noch bequem neben sich herrollen kann.
Das Mobiky Imagevideo zeigt wie das funktioniert und macht auch Lust auf das Mobiky. DAS solltet ihr euch unbedingt geben…

Vorteile

.) Motor ist im Vergleich zu anderen Räder sehr kraftvoll.
.) Reichweite ca. 35 km abhängig von Eigenleistung und Gewicht des Fahrers!
.) ausreichende Geschwindigkeit von bis zu 27 km/h auf gerader Strecke (ohne Mithilfe durch treten!)
.) Vollständig zusammengeklappt sehr klein (85 cm x 85 cm x 30 cm)
.) in 5 Sekunden bereits so klein, dass es in jeder Ecke und auch in der Bim Platz findet.
.) Wird in jedem öffentlichen Transportmittel als Gepäckstüch befördert.

wenig Nachteile:

.) Für ungeübte Fahrer ist der Raddurchmesser von 16″ am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, trotzdem Problemlos.
.) leichte Mängel bei der Verarbeitung, die aber inzwischen bei meinem Rad behoben sind. (siehe unten)

brauchbares Zubehör:

????????????????????????????????????Um das Mobiky für meine Zwecke praxistauglich zu machen, mußte ich einige Veränderungen vornehmen. Denn schliesslich soll das kleine Fahrrad auch ein zuverlässiges Verkehrsmittel für mich werden.

Dazu hab ich mal auf der Webseite von KlickFix ein paar Stunden gestöbert um die besten Zubehörzeile zu finden. Das Ergebnis waren folgende Dinge.

MMobiky_Klickfix vorneit dem Klickfix „Lenkeradapter Caddy“ vorne und dem „Extender mit Lenkeradapter“ für Hinten kann ich nun JEDE Klickfix oder Ortlieb Tasche an meinem Fahhrad vorne oder hinten befestigen. Das Vario Rack von Klickfix erschien mir als die flexibelste Möglichkeit, da es vom Fussball bis zum Packerl von der Post alles aufnehmen kann. Ladetechnisch ist somit alles perfekt vorbereitet. Alle Zubehörteile findet ihr auf der Klickfix Webseite, wenn ihr nach den entsprechenden Namen sucht!
Grosse Lasten wird man mit dem Mobiky sowieso nicht transportieren, denn dafür ist es nicht gebaut. Aber einen Tageseinkauf oder mal ein Packerl von der Post ist damit jedenfalls möglich.

Reifen:

Während der ersten 100 km mit dem Fahrrad hatte ich schon meinen ersten Platten. Die serienmäßigen Reifen sind leider eher aus dem unteren Preissegment und daher auch nicht pannensicher.

Somit musste eine neue Bereifung her, denn wie schon gesagt, ich brauche ein zuverlässiges Transportmittel!!

Mein Fahrradhändler, Hr. Weinhappl hat mir den Schwalbe Marathon Green Gard empfohlen.
Der Reifen ist mit einer 3mm dicken Naturkautschuk Einlage versehen die dafür sorgt, dass die Luft dort bleibt wo sie hingehört -> im Reifen. Auch wenn mal ein Reissnagel oder Rosendorn versucht sich Zutritt zu verschaffen…
Inzwischen bin ich schin fast 1000km damit ohne Patschen unterwegs.

Beleuchtung ist wichtig:

Mobiky Licht vorneJa es ist ein Licht im Lieferumfang des Mobiky. Leider hat sich der Hersteller auch hier nicht gerade mit Ruhm bekleckert, denn die mitgelieferte Lichtanlage hat noch eine herkömmliche Lampe und funktioniert noch mit Batterien. Außerdem war es für die Montage am Lenker ausgelegt und daher nur bedingt brauchbar.

Deshalb habe ich die Lichtanlage komplett getauscht und auch gleich auf einen praxistauglichen Platz montieren lassen. Die Kreativität von Hr. Weinhappl war hier sehr hilfreich!!

So wurde das vordere Licht nicht am Lenker angeklemmt, denn dort herscht sowieso schon akuter Platzmangel durch Tacho und Klingel.

Unten an der Bremsenbefestigung wurde eine spezielle Halterung montiert, auf der nun auch das Vorderlicht perfekt Platz finden konnte.

Auch beim Rücklicht gab es eine andere Lösung, da mein Klickfix Halter mit dem Vario Rack das Licht am Sattelrohr leider verdeckte. So wurde das Rücklicht mit einem kleinen Bügel auf den Kotflügel montiert, wo es immer sichtbar ist und auch bei Zusammenfalten des Rades keine Probleme macht.

Mobiky_SchlossDa mein Fahrrad bei der Wertgarantie auf ALLE erdenklichen Risiken versichert ist wurde auch ein vernünftiges Schloss nötig. Wertgarantie schreibt ein Schloss vor das mindestens EUR 50,- kostet und von einem Namhaften Hersteller wie z.B. ABUS kommt. Anfangs hatte ich ein langes Kettenschloss in Verwendung. In der Praxis hat sich herausgestellt dass es auf dem kleinen Fahrrad immer im Weg ist und blöd herumbaumelt. Deshalb habe ich mir ein noch teureres Schloss gesucht, welches man am Rahmen des Fahrrades befestigen kann.
Bei dem kleinen Mobiky gar nicht so leicht einen Platz zu finden, der auch das Zusammenklappen des Fahrrades nicht behindert!
Schliesslich fiel meine Wahl auf das Abus Bordo 6100, welches zwar in Fahrradkreisen einen etwas fragwürdigen Ruf hat, aber maximalen Schutzlevel 9 hat und zusätzlich noch am Rahmen des Mobiky befestig werden konnte. Somit ist es auch möglich mein kleines Rad mal unbeaufsichtigt wo stehen zu lassen, ohne gleich Angst haben zu müssen.

Erfahrungen in der Praxis:

Mobiky_MotorDer kleine 24 Volt Motor welcher im Vorderrad eingebaut ist gibt ordentlich Stoff!
Ich habe ja schon einige Elektrofahrzeuge getestet, aber der Mobiky Antrieb ist in der oberen Leistungsklasse angesiedelt! Auf gerader Strecke reicht es die Pedale ohne Kraft zu drehen um bis zu 27 km/h schnell unterwegs zu sein.
Selbst wenn es mal etwas bergauf geht, kommt man mit ein bißchen mittreten immer noch zügig vorwärts.
Geht es stark bergauf merkt man dann langsam, dass ohne treten nicht mehr viel läuft.Mobiky_Akku

Die Übersetzung im Tretlager sorgt dafür dass man bis fast 40 km/h mittreten kann ohne sich abzustramplen. Das macht beim Berabfahren besonders Spass. Allerdings wird ab 45 km/h dem Unterbewußtsein schnell klar, dass man hier auf einem Klapprad mit 16 Zoll Rädern sitzt.

Der Standardakku auf dem Foto mit 5,5 A/h ist nur bedingt zu empfehlen, denn ihm geht schon nach ca. 15 km der Saft aus. Meist fängt es da erst an Spass zu machen, denn oft erwische ich mich dass ich Lust habe einfach weiter mit dem Mobiky zu fahren, obwohl ich eine öffentliche Verkehrsanbindung hätte.
Ich habe daher gleich die stärkere Variante mit 10 A/h Akku bestellt, denn damit kann man wirklich 30km und mehr fahren!
Der grosse Akku ist mit ca. 2 kg Gewicht auch nicht viel schwerer wie der kleine Bruder. Nur halt um einige hunderter teurer…

mehr Erfahrungen mit diesem und anderen 1Fahrzeugen gibt es im Onlinetagebuch

Inzwischen bin ich schon über 1000 km mit dem Mobiky gefahren und hatte natürlich auch schon die ersten Probleme damit:

kleine Mängel in der Verarbeitung:

Die Verarbeitungsqualität des Fahrrades ist grundsätzlich ok, aber bei gewissen Bereichen gibt es noch Verbesserungspotential.

Akku:

Mobiky_AkkubruchNach ca. 200 km ist mir die Aufhängung des Akkus gebrochen. Da das Fahrrad zu diesem Zeitpunkt noch nahezu jungfräulich war, wurde es komplett ausgetauscht. In diesem Fall gehe ich von einem Materialfehler aus, denn das Problem ist bis jetzt nicht mehr aufgetreten.

Leider ist die Halterung des Akkus mit einem Metallzapfen manchen groben Erschütterungen nicht gewachsen und dann fällt der Akku während der Fahrt manchmal heraus. Allerdings passiert das nur bei grossen Erschütterungen und man kann ihn ohne Probleme wieder einsetzen und weiterfahren.
Jedenfalls besser als wenn die Halterung wieder nachgibt und bricht 😉

Speichen hinten:

Nach ca. 400km brachen mir am Hinterrad gleich drei Speichen. Sicher nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Allerdings habe ich es erst bemerkt als das Hinterrad wie auf Seife fuhr.
Die Speichen wurden von meinem Fahrradhändler gegen stärkere getauscht. Hier liegt die Vermutung nahe, dass die Speichen entweder falsch gespannt waren, oder schlechte Qualität haben.
Beruhigend ist, dass am Vorderrad, wo der Motor sitzt, 32 Speichen verwendet wurden die auch wesentlich robuster sind als die 28 Stück am Hinterrad. Schade dass hier an lächerlichen 4 Speichen gespart wurde ….

Nach weiteren 200 km hat sich herausgestellt dass die Speichen von minderer Qualität sind und immer wieder brechen.
Fahrradeck hat deshalb ALLE Speichen des Hinterrades getauscht und durch selbst gefertigte, robustere Speichen ersetzt.

Klapp Mechanismus:

Mobiky_Daempfer_defektNach ca. 300 km konnte mein Mobiky nur mehr schwer zusammengeklappt werden. Grund dafür war der Klappmechanismus in der Mittelführung. Zuerst wurde von Fahrradeck ein Austausch versucht. Dieser hätte allerdings einige Zeit in Anspruch genommen und so hat Herr Weinhappl beschlossen den Mechanismus selbst zu untersuchen. Dabei hat sich herausgestellt, dass Verschmutzung durch Abrieb die Ursache war. Etwas Öl und ein sauberes Tuch hat hier geholfen. Leider hat der Bügel nachg weiteren 600km komplett den Geist aufgegeben uns musst dann doch getauscht werden. Seither arbeitet der Klappmechanismus wieder zuverlässig.

Bei dieser Gelegenheit sei mein Dank an Hr. Weinhappl von Fahrradeck ausgedrückt, denn alle Reperaturen wurden nicht nur rasch, sondern auch kostenlos in Garantie durchgeführt obwohl er sich bei einigen der Fehler hätte auf den Hersteller ausreden können!!

Ich bin wirklich froh, dass ich dort so gut betreut werde!!

Ich fahre nun seit einigen Monaten ohne weitere Probleme mit dem Mobiky durch Wien und bin immer wieder begeistert wie flexibel man damit sein kann!