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Seemobil – Fotos sind im Web

2011_09_06_AnkerTja, wir haben sooooo viele Fotos von unserer Seemobilreise gemacht, dass es etwas gedauert hat, sie alle auszusortieren!

Nun ist es endlich geschafft, die Fotos sind am Fotoportal unter “Seemobil 2011” zu finden!

Viel Spaß beim Ansehen….

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Seemobil – bereits wieder daheim – Fazit

Für alle die sich so eine Reise überlegen, hier mal eine kurze Zusammenfassung unserer Eindrücke.

  • 2011_09_10_RouteDas Seemobil hat wirklich ALLES an Bord was man braucht um zu zweit bis zu drei Tage ohne Außenwelt unterwegs zu sein. Speziell die großen Wassertanks mit jeweils 600 Liter und die Akkugepufferte 220 Volt Stromversorgung von ca. 800 Ah machen das möglich. Allerdings ist das Seemobil die Königsdisziplin mit fast 18 Tonnen und fast 12 Metern Länge. Zu zweit würde ich nächstes Mal sicher ein kleineres Boot nehmen. Allerdings muss man dann spätestens jeden 2.Tag einen Yachthafen ansteuern.
  • Das Seengebiet unserer Reiseroute ist wirklich sehenswert.
    Teils märchenhafte Landschaft gepaart mit ostdeutschem Scharm. Unsere Strecke war sehr vielfältig und wir würden nichts davon auslassen. Allerdings kann man sich dafür sicher auch doppelt so viel Zeit nehmen und dafür noch etwas mehr an diversen schönen Plätzen verweilen.
    Außergewöhnlich schön war die Gegend um Lychen. Besonders im Woblitzkanal mit seinen engen Kurven war jeder Kilometer eine Überraschung für sich. Aber auch die Templiner und Haveler Wasserstrasse und die Gegend um Zehdenick ist sehr schön. Auf der Havel sind allerdings die vielen Schleusen manchmal etwas anstrengend.
  • Zu ZWEIT sollte man versuchen so wenig wie möglich zu Schleusen, denn sonst ist die Reise eher stressig als erholsam. Einige der Schleusen sind mit diesem schweren Schiff zu weit körperlich richtig anstrengend! Wenn ihr also die Havel Wasserstrasse mit den vielen Schleusen mit dem Seemobil plant, dann sollten 3-4 Leute an Bord sein von denen auch ZWEI wirklich fahren und mindestsens DREI Kraft haben in den Schleusen richtig zuzupacken.
    Zu zweit ist eher eine Route interessant wo man mehr die idyllischen Seen geniest und weniger rumfährt. Zum Beispiel die Gegend nach Templin, beim Templiner See und Fährsee soll angeblich dafür gut geeignet sein. Nett anzusehen sind auch die Städte Rheinsberg Templin oder Lychen .
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Seemobil – Freitag – Rückfahrt und Abgabe des Schiffes


2011_09_09_FabrikHeute geht es locker zu, denn wir haben nur 4 Stunden Fahrt vor uns, bis wir in der Ziegelei Mildenberg unser Schiff zurückgeben müssen. Wir machen einen kurzen Spaziergang durch Templin, bevor wir uns wieder auf unser Schiff begeben. Die Templiner Schleuse ist heute Früh zum zweiten Mal eine Herausforderung, denn wir versuchen mit einem weiteren Charterboot gemeinsam zu schleusen. Da aber der Bug mit der Ankerspitze gefährlich nah über unser Schiff drüber geht und sogar zwei mal an unserem Geländer der Dachtreppe anstößt, ersuche ich den Kapitän der Bootes wieder aus der Schleuse rauszufahren. Es kommt zu einer kurzen Diskussion aber ich bestehe darauf, da ICH sonst die Schleuse verlassen werde. 2011_09_09_Hütte
Der restliche Tag verläuft ruhig und wir haben wieder etwas Zeit die wunderschöne Landschaft zu genießen. An manchen Stellen spürt man hier noch die Schwere des ehemaligen “Osten”. Zum Beispiel dort wo alte verlassene Fabrikgebäude oder andere Dinge durch den Zahn der Zeit einfach verfallen, ohne dass jemand Notiz davon nimmt.

Wir kommen um ca. 13:30 im neuen Hafen von Mildenberg an. Da noch etwas Zeit ist, fahren wir noch weiter bis zum Yachthafen nach Zehdenick und drehen dort noch eine kleine Runde. Die Fischer an denen wir vorbeifahren haben es übrigens gar nicht gerne wenn man, zu knapp an ihnen vorbeifährt. Neugierig wie ich nun mal bin muss ich mich derb anpöbeln lassen um diesen Lerneffekt auch noch mitnehmen zu dürfen. Sorry “Alter” aber ich kann nicht in einer Woche ALLES lernen was die alten Seebären so wissen….

2011_09_09_FischerHier, hinter der Schleuse ginge es nochmal so weit in unbekanntes Gewässer wie wir schon gefahren sind. Aber für diesen Urlaub ist es wirklich genug und wir legen im neuen Ziegeleihafen von Mildenberg zum letzten mal an und und beginnen unsere Sachen zu packen. Mit einigem Geschick und ca. 2,5 kg Übergewicht, bekommen wir sogar die Nespressomaschine in unsere Koffer. Herr Baumgärtner ist auch schon da und wir beginnen mit der Abrechnung der Betriebskosten. Wir haben mit unserem Seemobil 33 Betriebsstunden zurückgelegt und das kostet nochmal ca. EUR 300,-. Da das Seemobil ca. 5 Liter Diesel pro Betriebsstunde verbraucht sind das schon mal 165 Liter Diesel. Das macht schon mal 220 EUR alleine für den Sprit. Mit Gas, Entsorgung des Abwassers und anderen Kleinigkeiten bekomme ich von meinen EUR 1000,- Kaution gerade mal EUR 700,- und ein paar zerquetschte zurück. Wir hatten eigentlich mit einem Hunderter weniger gerechnet, aber die Abrechnung stimmt!

Herr Baumgärtner ist noch so nett und bringt uns zum Bahnhof Zehdenick. Dort haben wir ca. 20 Minuten Zeit die wir fast zur Gänze damit verschwenden bei dem komischen Fahrkartenautomaten zwei Tickets zum Flughafen zu kaufen. Fast wie bei uns zu Hause Zwinkerndes Smiley.

Als wir im Zug sitzen kommen uns erste Zweifel auf dass Berlin Tegel auch der Bahnhof ist wo sich der Flughafen befindet. Da wir uns derzeit noch auf einer privaten Zugstrecke befinden, kann uns auch die Zugbegleiterin nicht gleich helfen. Wir beschließen den sicheren Weg zu gehen und erst mal zum Berliner Hauptbahnhof zu fahren. Von dieser Drehscheibe aus, ist es angeblich auch möglich direkt mit dem Bus zum Flughafen Tegel zu kommen. Als wir am Hauptbahnhof in Berlin aussteigen sind wir erst mal überwältigt. Der Bahnhof erstreckt sich über ca. 5-6 Ebenen. Auf jeder gibt es unzählige Bahngleise und viele Menschen. Es dauert fast eine halbe Stunde, bis wir den Bus TXL zum Flughafen finden können. Gut dass unser Flug erst um 21.30 abhebt, denn inzwischen ist es schon 18:30. Der Bus braucht dann auch noch eine geraume Zeit sich durch den Berliner Stadtverkehr zu quälen. Als wir am Flughafen ankommen können wir sofort einchecken.

Wir sind wirklich geschafft und sehr müde von dieser Reise. Denn Erholung war das garantiert nicht. Trotzdem sind wir froh dass wir sie gemacht haben, denn wir haben viele schöne Dinge gesehen und ich durfte 1 Woche lang eines der größten Schiffe fahren, die im Brandenburger Gewässer ohne Patent zu chartern sind.

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Seemobil – Donnerstag – Sturm und drang

2011_09_08_AdlerÜber den nun wieder befahrbaren Woblitz Kanal fahren wir zurück zum Stolpsee, den wir allerdings diesmal nur kreuzen und danach über die Havel Wasserstrasse nach Bredereiche. Dann weiter die Havel entlang, biegen wir links ins Templiner Gewässer ein und fahren weiter über den großen Kuwallsee in Richtung Templin. Auf unserem Weg gibt uns die Natur wieder einige Darbietungen ihrer Schönheit.

Die kleine Schleuse vom Kuwallsee Richtung Lankensee ist eine der ältesten Schrägwandschleusen in diesem Gebiet. Sie ist 1905 gebaut worden und ihre Tore werden noch von Hand bedient. Sie hebt uns gerade mal einen halben Meter in die Höhe. Als wir schon alle Angebunden sind, kommt noch ein großes Schubschiff und wir müssen nochmal los und alle Boote ca. 15 Meter nach vorne ziehen. Leicht gesagt, denn das Seemobil mit 18 Tonnen zu zweit zu ziehen ist kaum möglich. Da es in der Schleuse allerdings schon recht eng ist darf ich die Maschinen nicht mehr starten, um etwas mitzuhelfen. 2011_09_08_RegenEs dauert einige Zeit bis wir unseren schweren Pott richtig positioniert haben.

Nach der Schleuse kommt der Lankensee und anschließend wieder ein sehr schöner kurzer Kanal. Mitten drinnen beginnt es in Strömen zu Regnen und wir bleiben kurz stehen um den Regentropfen zuzusehen wie sie das zuvor spiegelglatte Wasser aufwirbeln. Der Regen wird immer stärker und als wir auf den großen Rödelinsee kommen beginnt noch ein starkes Gewitter. Kurze Zeit ist der Regen so stark, dass wir fast nicht sehen wo wir hinfahren. Es ist aber nicht mehr weit zu dem Hafen den uns der Lychener  Hafenmeister empfohlen hat, wo wir heute übernachten wollen. Gut so, denn wir sind schon wieder fast 10 Stunden unterwegs und schon ziemlich fertig.
2011_09_08_BiberbergDer Yachthafen Biberberg ist allerdings dann eine große Enttäuschung für uns! Wir sind schon auf Anlegen eingestellt und nun passt KEIN Anlegesteg im neu gebauten Hafen zu der Länge und Masse unseres Bootes. Der riesige aber billig wirkende Steg aus Kunststoff sieht aus als könnte er nicht mal ein zwei Mann Kanu aushalten! Das bedeutet dass wir hier nicht anlegen können. Der Hafenmeister meint wir sollen nach Templin weiterfahren, dort gäbe es die nächste Möglichkeit. Da es schon 18.00 Uhr ist, sind wir nicht gerade begeistert, denn ab 20:00 Uhr ist es bereits finster und der Weg nach Templin dauert sicher noch 1,5 Stunden. Außerdem ist noch eine Schleuse zu befahren und wir haben heute eigentlich mit den bisherigen sieben Schleusen genug!
Da es keine andere Möglichkeit gibt, fahren wir schnell los. 2011_09_08_Schleuse TemplinAnkern kommt heute nicht in Frage, denn dafür ist uns das Wetter zu unbeständig. Die Strecke nach Templin ist ebenfalls sehr schön, aber wir haben leider keine Möglichkeit mehr diese Schönheit aufzunehmen. Wir sind einfach schon zu müde. Die letzte Schleuse gibt uns dann fast den Rest. Die Stadtschleuse von Templin ist die Königsdisziplin der Schleusen für 2 Personen Boote!! Geschätzte 5 Meter Hubhöhe hat diese Schleuse. Und zu allem Übel ist sie noch eine handesteuerte. Wir brauchen fast 5 Minuten bis wir unser Schiff auf beiden Seiten so angebunden haben, dass es auch leicht wieder zu lösen ist um den Hub der Schleuse ausgleichen zu können. Aber auch das schaffen wir.
Der Hafenmeister am Stadthafen in Templin ist ein waschechter Seebär. Leider habe ich das Problem dass ich keine seiner Anweisungen verstehe weil ich eben KEIN Seemans DEUTSCH kann. Der nordische Dialekt macht das Ganze noch etwas schwieriger. Es dauert eine weile bis ich ihm klar gemacht habe dass er bei mir RECHTS und LINKS sowie VORNE und HINTEN sagen muss, da ich mit Achtern und Backbord in Extremsituationen, wie jetzt beim Anlegen nix anfangen kann. Auch mit seiner eigenartigen Art ein Schiff anzubinden komme ich nicht sofort klar. Letztendlich stelle ich mich so dumm, wie in diesem Fall auch wirklich bin und lasse ihn alles machen. Schließlich muss er ja wissen wie man mein Schiff an seinem Steg am besten festmacht.
Nach einem ausgezeichneten „Käptens Dinner“ von meiner ersten Offizierin beschließen wir diesen anstrengenden Tag und machen uns bereit für unsere letzte Fahrt morgen zurück nach Mildenberg.

Heute sind wir so fertig dass wir es schon fast bereuen diese lange Reise überhaupt angetreten zu sein! Die Anstrengungen sind wirklich groß, aber die schöne Natur hier macht fast immer alles wieder wett. Heute gelingt ihr das leider einmal nicht, denn wir sind TOT Zwinkerndes Smiley Derzeitiger Status “NIE WIEDER” !!!!

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Seemobil – Donnerstag – Rückweg versperrt

2011_09_08_BaumDer heutige Tag beginnt mit einer Entscheidung. Wollen wir feig einen Tag im Hafen von Lychen verbringen, oder dem Wetter trotzen und weiterfahren?
Da der Wind inzwischen fast komplett abgeflaut ist und es nur mehr regnet, beschließen wir die lange Strecke nach Templin zu wagen.
Der Hafenmeister von Lychen, der übrigens sehr nett ist, gibt uns noch einen Tipp wo wir anlegen können falls wir es nicht bis nach Templin schaffen, denn die Strecke hat acht Schleusen und wird daher etwas 6 Stunden dauern. Wir bedanken uns noch bei dem ne2011_09_08_Wasservogeltten Hafenmeister und fahren los.


Als wir in den wunderschönen Woblitz Kanal einbiegen der uns schon beim Herfahren so gut gefallen hat, gibt uns die Natur ein Zeichen zur „Entschleunigung“. Quer über die Fahrrinne des Kanals liegt ein umgestürzter Baum, der gestern noch nicht da lag. Der Sturm von heute Nacht hat wohl hier ganz schön gewütet. 2011_09_08_ArbeitsschiffWir verständigen Herrn Baumgärtner, unseren Vermieter, der die nötigen Stellen informiert und ankern vor der Einfahrt zum Kanal, um andere Schiffe zu warnen.

Ein paar Tauchenten sind unser Schauspiel für einige Zeit. Nach knapp 40 Minuten hören wir aus dem Kanal schon das Geräusch von Motorsägen. Ganz schön schnell die Burschen der Wasserstrassenverwaltung! 2011_09_08_Baum gefällt

Inzwischen fahren trotzdem einige Schiffe in den Kanal. Da sie nicht mehr herauskommen, werden wir jedes Mal neugierig und fahren ebenfalls rein um nachzusehen. Doch die Arbeiten sind noch im Gange und ich übe mit dem Seemobil bei jeder Einfahrt ein Wendemanöver und fahre wieder raus. Die Räumungsarbeiten dauern dann allerdings doch ca. 2 Stunden. Als wir das Räumboot aus dem Kanal kommen sehen, können wir endlich weiterfahren. Der zusammengeschnittene Baum liegt am Rand der Wasserstrasse und wir sind beeindruckt. Inzwischen ist es kurz nach Mittag. Schade denn Templin wird sich nun nicht mehr ausgehen. Aber wir haben ja den Tipp von dem Hafenmeister und werden dann wohl dazwischen in Biberberg anlegen.

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Seemobil – Mittwoch – windige Nacht

2011_09_07_SpinneDer Tag heute beginnt sehr früh! Um kurz vor 5 Uhr weckt mich Offizierin Andrea weil sich unser Boot eigenartig bewegt. Als wir aus dem Fenster sehen, bemerken wir, dass sich das Seemobil von seinem Ankerplatz losgerissen hat und bereits einige 100 Meter weit entlang des Schilfes treibt. Der Boden in manchen Seen ist nur aus schlammigem Lehm. Bei starkem Wind, wie letzte Nacht, kann es schon mal sein, dass der Anker nicht hält. In diesem Fall treibt das Boot ein Stück ins Schilf und fängt sich dann wieder. Kein Problem, denn die Antriebsschrauben sind nicht die tiefste Stelle am Rumpf. Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass das Seemobil aus dem Schilf gezogen werden muss. Kaputtgehen kann nur was, wenn der Schiffsrumpf auf ein Hindernis trifft.
In unserem Fall fängt sich das Schiff leider nicht, also schnell die Maschinen an und gegensteuern!! 2011_09_07_Kanal
Jetzt bin ich wieder froh, dass ich 2 Motoren hab, denn so kann ich ohne fremde Hilfe wieder aus dem Schilf herausfahren. Wir probieren noch 2-3 mal zu Ankern, aber der Wind reißt uns immer wieder los. So beschließen wir in der Dämmerung bis zur ersten Schleuse zu fahren und uns dann dort anzubinden bis es vollkommen hell ist. Also Positionsleuchten an und losgefahren.Das sollte man aber wirklich nur im Notfall machen, denn das Seemobil hat gerade mal Begrenzungslicht und ist daher für Nachtfahrten nur bedingt geeignet. 

Bei dieser Gelegenheit entdecken wir dass das gesamte Schiff auf der Außenseite von Spinnennetzen geziert ist. Selbst ein Glas, das ich gestern auf der Aussichtsplattform stehen ließ, wurde als Basis für ein Netz verwendet. Jetzt wird mir schön langsam klar, wieso wir so wenig Gelsen (=Mücken) haben. Für Spinnen Phobiker allerdings eine bedenkliche Situation Zwinkerndes Smiley

Der Regen und der Wind sind leider heute unser ständiger Begleiter. Schon bei der ersten Schleuse sind wir trotz Regenjacke waschelnass. Die eingebaute Webasto Standheizung auf unserem Seemobil trocknet unsere Kleider aber schnell wieder und sorgt auch dafür dass uns bald wieder warm ist. Voll aufgedreht kann diese Heizung das ganze Schiff sicher auf mehr als 20 Grad bringen, egal wie kalt es draußen wird.


2011_09_07_SchwäneWir wollen heute vom Ziernsee zurück über den ewig langen Stolpsee hinauf bis nach Lychen fahren um uns die Gegend dort genauer anzusehen. Diese Route ist besonders empfehlenswert, weil das Stück vom Haussee über den Woblitz Kanal zum großen Lychsee wunderschön ist. Der Kanal ist am Ende sehr kurvenreich und wunderschön eingesäumt, fast wie im Märchen sieht es hier aus. Zwischendurch kommt auch wieder die Sonne heraus und schenkt uns auf dieses Strecke ein traumhaftes Licht. Als wir am Lychsee ankommen ist der Wind wieder so stark, dass ich große Schwierigkeiten habe mit meinem Seemobil am Yachthafen anzulegen. Ich schaffe es gerade mal den Kahn halbwegs anzubinden und suche mir anschließend Unterstützung beim Hafenmeister. Mit dessen Hilfe stellen wir das Seemobil dann sturmsicher ab. Keine Minute zu früh, denn der Sturm wird immer heftiger. 2011_09_07_Solarboot
Wir bleiben den Nachmittag hier und inspizieren das kleine Dorf Lychen. Hier gibt es ein Flossmuseum wo wir einen kurzen Blick reinwerfen. Auf unsere Inspektionstour finden wir Elektroboote mit Solarantrieb die hier angeblich einzigartig sind. Leider ist unser Bedarf an „Bootfahren“ für heute schon gedeckt 😉
Beim Abendessen wird es dann ganz dunkel und zum Wind kommen noch starke Regenschauer und Sturm. Wir genießen das Schauspiel von unserer verglasten Aussichtskanzel aus und sind echt froh, dass unser Seemobil bereits seit einigen Stunden an der Leine ist. Heute ist um 19:00 Uhr schon Bettruhe, denn der Tag war nicht nur lang sondern auch wieder sehr Ereignisreich.

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Seemobil – Dienstag – Rheinsberg unser Ziel

2011_09_06_nachReinsbergVon der Marina Wolfsbruch fahren wir voll geladen und betankt weiter in Richtung Rheinsberg. Wir passieren den Tiezowsee, den Schlabornsee und gelangen dann in den großen Rheinsbergsee. Interessanter Weise liegt das kleine nette Örtchen Rheinsberg nicht am Rheinsbergsee sondern am  Grienericksee. Dort angelangt legen wir unser Schiff an den Gästesteg und gehen zu Fuß nach Rheinsberg.  Wir besichtigen kurz das Schloss, aber nur von außen, denn Kultur ist diesmal nicht das Ziel unserer Reise.
Die Porzelanmanufaktur haben wir uns kurz angesehen, empfanden sie aber eher als unspektakulär. Trotzdem nimmt Andrea zwei kleine Milchkännchen als Andenken an Rheinsberg mit. 2011_09_06_SchlossReinsbergAuf dem Rückweg gibt es noch ein uriges deutsches Essen vom Grill. Als Nachspeise gönnt sich Andrea eine spezielle Eismischung aus der "kleinsten Eisfabrik der Welt". Dort wird das Eis nach Wunsch des Kunden mit diversen Zutaten frisch hergestellt. Es gibt dort angeblich 365 Sorten Eis.
Als wir wieder am Anlegesteg ankommen ist es bereits sehr stürmisch. Ein Kapitän des benachbarten Yachtclubs macht uns darauf aufmerksam dass es mit dem Seemobil sehr schwer wird bei diesem Wind abzulegen ohne wo dagegen zu fahren. Wir beschließen mit Hilfe einiger anderer Yachtclub Mitglieder dass Seemobil am Steg möglichst weit nach hinten zu ziehen um dann mit voller Kraft nach vorne wegzufahren. Unser Manöver gelingt ohne wo anzurempeln und wir sind wieder unterwegs.
2011_09_06_AnkerIn den nächsten beiden Schleusen wird es dann richtig Ernst, denn der Wind drückt das Schiff mehrmals so schnell zur Seite dass ich selbst mit meinen zwei Motoren alle Hände voll zu tun habe um die Kontrolle zu behalten. Gut dass ich inzwischen ganz gut damit umgehen kann. Trotzdem ist der Tag purer Stress, den Andrea heute leider auch zu spüren bekommt. Nachdem wieder Ruhe eingekehrt ist müssen wir uns eingestehen, dass es doch ganz schön gewagt ist zu zweit mit diesem riesigen Schiff unterwegs zu sein.
Unseren heutigen Ankerplatz findet Andrea in unserer geliehenen Karte von Gerd. Gleich nach der Einfahrt in den Ziernsee links ist eine große Bucht in der wir mit angemessenem Abstand vor Anker gehen. Wieder ein Abend wo wir 100% Natur um uns haben und genug Zeit uns auszusprechen und dabei diese Zeilen zu schreiben.

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Seemobil – Montag – Regenwetter

2011_09_05_SchlafraumUnser Ankerplatz am Rad des Schilfes war perfekt gewählt. Auch ein Sturm und Regen in der vergangenen Nacht konnten unserem Schiff nichts anhaben. Offizierin Andrea wurde in der Nacht von knarzenden Geräuschen geweckt, die das Schiff macht wenn es sich um die Ankerkette dreht. Kein Grund zur Besorgnis, denn wir stehen heute früh immer noch an der selben Stelle, wie gestern Abend.
Nicht nur im Schlafraum ist die Aussicht toll, denn im vorderen Teil des Schiffes hat man den hervorragenden Ausblick sogar von drei Seiten. Es gibt über die gesamte Fensterfront Vorhänge die wir in der Nacht natürlich geschlossen haben. Es ist jeden Morgen ein wunderbares Erlebnis die Vorhänge zu öffnen und mal mit einem guten Nespresso in der Hand in die Runde zu blicken was sich so vor unseren Fenstern tut. Leben was brauchst du mehr ??
Wir starten heute am Schwedtsee in Richtung Rheinsberg. 2011_09_05_4BooteWir beginnen über die Steinhavel Wasserstrasse. Bei der Einfahrt in die erste Schleuse sind gleich 4 weitere Boote mit in der großen Schleuse. Das bedeutet so richtig Stress für uns, denn wir müssen nun auch noch aufpassen, dass wir kein fremdes Boot berühren. Andrea ist danach echt fertig weil es so anstrengend ist, das schwere Schiff alleine zu halten.
Kurz danach beginnt es in strömen zu regnen. In anderen Booten sitzen die Kapitäne entweder im Regen, oder unter Planen mit Plastikfenstern. Uns macht das nichts aus, denn der Führerstand des Seemobil ist durch das Vordach geschützt. Nicht mal bis zur Frontscheibe schaffen es die Regentropfen, das ist echt komfortabel! Wir passieren den Ziernsee und fahren den gesamten Ellenbogensee entlang. Der See ist echt so lang wie mein Ellenbogen und genau so langweilig 😉

2011_09_05_Marina_WolfsbruchAndrea beginnt inzwischen in der komfortablen Küche des Seemobils unser Mittagessen zu kochen. Es gibt Geschnetzeltes mir Reis und Salat. Am ende des Ellenbogens immer noch auf der Müritz-Havel Wasserstrasse ankern wir für ein Mittagessen und eine kurze Ruhepause.
Bei der nächsten Schleuse stehen schon 5 Boote vor uns in der Schlange. Bis wir drankommen, dauert es diesmal fast eine Stunde. Wir kommen mit einigen anderen Bootskollegen ins Plaudern und so ergibt sich auch eine gegenseitige Schiffsbesichtigung. Bevor es wirklich losgeht ist dann sogar noch eine ausgiebige Nespresso Pause drinnen. Danach geht es flott weiter über den Pälitzsee in den Schleusenkanal zu unserem heutigen Ziel.
Die Marina Wolfsbruch ist ein hervorragend ausgestatteter Yachthafen. Hier gibt es alles um gutes Geld. Wir erleichtern unser Schiff um ca. 400 Liter Abwasser und tanken ca. genau so viel Trinkwasser um knapp 12,- Euro. Der Liegeplatz für unser Schiff mit Stromanschluss kostet dann nochmal ca. 22,- EUR. Auch das WLAN wird hier mit EUR 2.-/Stunde extra berechnet.
Dafür ist das WC und die Duschen kostenlos und man kann sogar Wäsche waschen. Im nahegelegenen Hotel der "Best Western" Kette mit einem Hallenbad, wo Andrea natürlich sofort ein paar Stunden verschwindet.  Unser Tag heute endet mit einem kleinen Spaziergang durch das Dorf rund um die Marina.

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Seemobil – Sonntag – alles Schleuse oder was

2011_09_04_FrühstückDer Tag heute beginnt mit einem tollen Frühstück von Offizierin Andrea. Es gibt leckere in unserem Backofen aufgebackene Semmeln,(=Brötchen) und vieles mehr von unseren im Kühlschrank gebunkerten Schätzen. Wir fahren vom Kuhwallsee zurück in die Havel Wasserstrasse. Diesmal geht es allerdings die Havel Wasserstrasse nach rechts über Bredereiche Richtung Stolpsee. Auf unserem Rückweg bis zur Abzweigung begleitet uns wieder der Reiher der uns schon am Vorabend vorausgeflogen ist. Diesmal gelingen auch ein paar Fotos von dem graziösen Tier. Die Natur macht hier einen so unberührten Eindruck dass es manchmal schon fast kitschig wirkt. 2011_09_04_Havel

Nach einigen Kilometern treffen wir auf die erste automatische Schleuse. Nun muss Kapitän Paul zeigen was er bei der Einschulung gelernt hat. Mit Gefühl taste ich mich an die Anlegestelle vor der Schleuse heran. Da weit und breit kein anderes Boot in Sicht ist, muss ich alles alleine machen. 2011_09_04_Schleuse1Nach zwei Anlegeversuchen habe ich das 12 Meter Schiff so befestigt dass ich rausspringen und die Schleusenanlage auslösen kann. Dazu muss man einen grünen Hebel Richtung Schleuse drehen. Die Anzeigetafel an der Schleuse quittiert meinen Wunsch mit "Schleuse wird vorbereitet", was ca. 5 Minuten dauert. Nachdem die Ampel grün zeigt manövriere ich das Schiff in den engen Schleusenkanal. Mit 2-3 mal Abstoßen vom Rand stehen wir nun gerade in der Schleuse und ich muss wieder einen grünen Hebel drehen. Die Schleusung beginnt und wir haben alle Hände voll zu tun unser Schiff zu zweit am Rand festzuhalten. Dabei wären ein paar Leute mehr ganz hilfreich, denn Andrea hat mit ihren kurzen Händen hier kei2011_09_04_Schleuse2n leichtes Spiel.

Auf unserem Weg zum Stolpsee kommen noch 4 weitere Schleusen auf uns zu und wir werden immer besser. In der letzten Schleuse in Bredereiche kommt ein zweites Boot mit hinein da die Schleuse sehr groß ist. Hier muss ich während der Schleusung etwas mit dem Motor mithelfen da sich unser Schiff in der Schleuse von seiner Befestigung löst. Diesmal klappt es schon so gut dass wir trotz des "Ausreißers" nirgends anstoßen. Jetzt ist zumindest eine gewisse Grundroutine da 😉

Nach den Anstrengungen der vielen Schleusen legen wir in Bredereiche an um etwas zu essen. Die Speisekarte offeriert hier einige interessante Speisen mit Pfifferlingen (=Eierschwammerl), die ganz passabel schmecken. Nach dem Essen geht's weiter mit einer etwas anderen Landschaft. Weniger Wald, dafür sattgrüne Wiesen, Ziegen und Kühe gibt es hier. Nach einiger Zeit queren wir den Stolpsee der sehr groß ist. Herr Baumgärtner unser Vermieter, hat uns einen sehr guten Yachthafen am benachbarten Schwedtsee empfohlen. Als wir um ca. 16:00 Uhr dort ankommen sehen wir schon unzählige 2011_09_04_Schleuse3Boote die dort angelegt haben. Wir beschließen kurzer Hand dass wir uns den Trubel ersparen und ankern am anderen Ende des Schwedtsees, mit einigen anderen kleineren Booten, die aber weit genug weg sind um unsere Ruhe nicht zu stören.

Wir haben noch einen halb vollen Trinkwassertank und 70% Akkuladung, also schaffen wir ohne Probleme eine weitere Nacht ohne Strom und Wasser zu tanken.

2011_09_04_BadenDen restlichen Tag verbringen wir damit uns in die Sonne zu legen und Andrea springt sogar einmal kurz in das nicht mehr ganz so warme Wasser. Die paar Sonnenstunden tun uns gut, denn die heutige Fahrt war irgendwie anstrengender als wir dachten. Ein gemütliches Abendessen zu zweit mit ein paar Mücken (=Gelsen), die wir bald mal mit einem Gelsenstecker (=Mückenstecker) zur Flucht überreden beschließt diesen Tag.

Als wir im Bett liegen kommen wir zum Einschlafen nochmal in den Genuss der tollen Landschaft, denn das Boot dreht sich um die Ankerkette und beschert uns eine bessere Rundumsicht als auf dem Donauturm. Die Fenster unseres Schlafraumes sind so angeordnet, das man im Bett liegend auf beiden Seiten rausschauen kann – echt schwer bei so viel Ausblick einzuschlafen, denn zu sehen gibt es immer etwas, zumindest bis es dunkel geworden ist. Danach können wir durch die Glaskuppel im Dach noch die Sterne bewundern. Echt toll was unser Seemobil alles zu bieten hat!!

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Seemobil – Samstag – Charterschein für das Boot

2011_09_03_SeemobilAm nächsten morgen beginnen den Tag mit einem leckeren Frühstück. Danach geht's zu Fuß vom alten Yachthafen zum “neuen Hafen”. Dort wartet schon unser Vermieter, Herr Baumgärtner und natürlich auch das Seemobil auf uns.
Das Boot hat eine Länge von ca. 12 Meter und ist ca. 18 Tonnen schwer. Ein ganz schön großer Pott, obwohl wir nur das “kleine Seemobil” bekommen haben. Wir sind insgesamt 8 Personen die 3 Seemobile bekommen und so geht es gleich auf dem größten Boot los mit der Fahrstunde. Jeder “Skipper” muss einige wichtige Manöver lernen und selbst ausführen. Dazu gehören natürlich das Fahren, Wenden des Bootes, das Anlegen, das Ankern und vieles mehr. Wir üben ca. 1/2 Tag alle erdenklichen Manöver und bekommen währenddessen viele interessante Informationen zu den Gewässern die wir befahren und auch alle erdenklichen Tipps zu Herausforderungen, die alle bisherigen Vormieter bereits hatten.
Unser Schiff, ein Katamaran verfügt über 2 x 14 PS Dieselmotoren die gegenläufig sowohl vorwärts als auch rückwärts gesteuert werden können. Damit kann man den fast 12 Meter langen Kahn fast auf der Stelle drehen, wenn man etwas geschickt ist. Das Boot zu manövrieren ist dabei aber nicht die Herausforderung, sondern auf den engen Hafenanlagen und auf den Wasserstrassen genug Platz zu finden diese Manöver auch ohne “Feindberührung” durchzuführen. Und genau das ist nicht immer so einfach, wie es in der Theorie klingt. Also auf in die Praxis.2011_09_03_Einschulung
Da leider auf unsere vorbestellten Fahrräder vergessen wurde, und nun alle Fahrräder bereits weg sind, können wir damit keinen Proviant bunkern. Zum Glück kommt uns da wieder die deutsche Hilfsbereitschaft zugute! Wir werden von einem anderen Mieter, der ebenfalls nach Zehednick einkaufen fährt ,mitgenommen. Er ist Schlosser und mit seinem Sohn und einem Freund ebenfalls mit einem Seemobil auf der Reise. Die Einkaufstour nicht mit Fahrrädern zu machen, war die beste Entscheidung dieses Tages. Denn mit 2 prall vollen Einkaufstaschen, einem vollen Rucksack und 12 Stück 1,5 Liter Getränkeflaschen kommen wir wieder zurück. DAS hätten wir NIEMALS auf den Fahrrädern transportieren können!!
2011_09_03_AbendNun sind wir für die kommenden 3-5 Tage autark überlebensfähig und können nach einer kurzen Nachschulung beim Anlegen endlich losfahren.
Unser Schiff ist wirklich perfekt ausgestattet. Es gibt Bettwäsche, Polster, Handtücher, Geschirr und nahezu alles was man so braucht. Nur Verbrauchsgegenstände sollte man besorgen, Klopapier Taschentücher sind nur in "Erstausstattung" da.
Das Boot hat eine Batteriegepufferte Stomversorgung mit 220V mit ca. 800 A/h. Auch sind 600 Liter Trinkwasser und ein Tank für 600 Liter Abwasser vorhanden. Damit kann man bei sparsamen Umgang ohne Probleme 3 Tage unterwegs sein ohne wo anlegen zu müssen. Das kommt uns sehr gelegen, denn wir wollen ja eh alleine sein 😉
 
Wir schaffen es heute gerade noch von Zehednick über Burgwall und die Havel Wasserstrasse in den großen Kuhwallsee. Die letzten Meter brauchen wir schon unser Positionslicht, denn die Sonne ist schon fast weg und es wird schon dunkel als wir und am Rand des Sees niederlassen und den Anker werfen. Unsere Ankunft belohnt die Natur mit einem traumhaften Abendrot welches wir noch kurz genießen, bevor es wirklich dunkel wird.

Vor dem Schlafengehen stellen wir noch fest, wie toll es ist so viel Luxus dabei zu haben, nachdem wir ausgiebig geduscht haben und auch die Toilette getestet wurde. Ankerlicht an und Nachtruhe für den Kapitän und den ersten Offizier der MS-Nespresso.

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Seemobil – Freitag – Anreise über Berlin

2011_09_02_YachthavenDer erste Tag unseres Urlaubes auf der Brandenburger Seenplatte beginnt mit dem Flug von Wien nach Berlin. Trotzdem wir schon eine 10 kg schwere Kiste vorausgeschickt haben, sind unsere Koffer bis an das erlaubte Limit von 20 kg gefüllt. Und wir hätten noch mehr mitgenommen.
Der Flug von Wien nach Berlin verläuft schnell und ohne Zwischenfällt. Wir sind etwas überrascht wie viel Service wir bekommen, obwohl wir einen Billigflug bei Air Berlin gebucht haben. Es gibt Zeitungen, einen Sandwich und Getränke in der kurzen Zeit von knapp einer Stunde Flug.
In Berlin angekommen studieren wir kurz die Reiseroute bis Zehednick. Vier mal umsteigen und dann noch mit dem Taxi ist und etwas zu kompliziert, und so entscheiden wir uns für die schnellere Variante mit dem Taxi um ca. 35 EUR bis nach Oranjenburg zu fahren und dann dort nur mehr den Bummelzug bis Zehednick zu nehmen. Unser Taxler bemüht sich sehr und wir erreichen einen Zug fast eine Stunde früher als geplant – Bestzeit.
Im Zug plaudern wir mit einem Arbeiter der sich im Zug sein Feierabenbier genehmigte und einer netten Frau die offensichtlich auch aus der Arbeit kommt. Als wir erzählen was wir vorhaben kommen wir nett ins Plaudern. Unser Plan in Zehednick ein Taxi zum alten Ziegeleihafen zu nehmen, amüsiert beide!
Als wir in Zehednick aussteigen wissen wir warum. Es ist ein absoluter Provinzbahnhof der gerade mal ein Bahnhofshäuschen besitzt, welches aber schon lange “wegen Vandalismus” geschlossen ist. Von einem Taxi weit und breit keine Spur. 2011_09_02_WasserstrasseAuch die Busse fahren hier heute nicht mehr. Als wir etwas unentschlossen rumstehen und nach der Telefonnummer unseres Bootsvermieters suchen, kommt die nette Frau aus dem Zug auf uns zu und lädt uns ein uns zum Ziegeleihafen zu bringen. Sie meint, das wäre ihre nette Tat für den heutigen Tag. Wir laden also unser Monstergepäck in das kleine Auto und werden die ca. 7 km in den alten Ziegeleihafen gebracht.
Wir sind überwältigt von der deutschen Hilfsbereitschaft und bedanken uns höflich. Selbst ein keines süßes Geschenk aus Wien möchte die nette Frau nicht annehmen. Wenigstens bekomme ich ihre Emailadresse und ich verspreche ihr einen Link zu unserem Reisebericht zukommen zu lassen.
Der alte Yachthafen ist wirklich beeindruckend!! Absolute Ruhe und nette Menschen. Alle sind total entspannt und man merkt schnell dass hier die Hektik KEINE Chance hat. Wunderschön ist es hier. Unsere Zimmer sind sehr einfach, aber nett. Nach einem guten Abendessen im Restaurant “Alter Hafen” mit romantischen Ausblick auf die Wasserstrasse wo wir morgen starten werden, gehen wir aufs Zimmer.

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Seemobil – Tag 0 – morgen geht’s los

2011_09_01_Nespresso12011_09_01_Nespresso2Heute habe ich frei um noch einige Vorbereitungen zu treffen. In der vergangenen Nacht hatte ich die fixe Idee, Leiberln für die gesamte Besatzung drucken zu lassen. Also für Andrea und mich. Diese Idee drängt sich so stark auf, dass ich ernsthaft versuche, sie in die Tat umzusetzen.
Klaus von Blaupause hat mir versprochen die Leiberln heute noch zu drucken, wenn ich ihm bis 12:00 Uhr die Logos schicke. Da unser Schiff ja bereits MS-Nespresso heißt, fällt mir die Wahl des Logos nicht schwer. Schnell noch eine passende Schrift her und fertig ist das Leiberl für den Kapitän und die erste Offizierin.
Der restliche Tag vergeht mit Einpacken, was wir alles mitbrauchen……

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Seemobil Brandenburg – zwei Wochen noch…

2011_08_17_seemobilDer nächste Urlaub kommt bestimmt. Unserer in ca. 2 Wochen. Da wir immer wieder gefragt werden, was wir diesmal tun, hier eine kurze Vorankündigung.
Wir haben uns diesmal etwas besonderes einfallen lassen unseren Forscherdrang zu befriedigen. Ein luxuriöses Seemobil auf der Brandenburger Seenplatte mit dem wir zu zweit die dortigen Wasserstrassen befahren werden. Viele Seen und einige Schleusen werden wir erkunden und das Ganze ohne Handy und Anbindung ans Internet. Bin gespannt wie lange ich das aushalte. Vielleicht sollte Andrea sicherheitshalber eine Zwangsjacke für mich einpacken …

Andrea nennt unser Schiff inzwischen liebevoll “BS-Nespresso”, denn wir haben beschlossen in dieser Woche “auf See” keinerlei Luxus zu missen. Deshalb werden wir auch die wichtigsten Dinge mit der Spedition vorausschicken. Beispielsweise die Nespresso Kaffeemaschine Zwinkerndes Smiley

Bloggen werde ich natürlich auch, aber lesen werdet ihr das erst wenn wir zurückkommen, denn Internet gibt es dort nur sehr sporadisch.
Für alle die jetzt Lust bekommen haben sich das näher anzusehen gibt es auf der Webseite des Seemobils einige interessante Bilder zu sehen.

Mehr Bilder und viel zu erzählen gibt es dann, wenn wir zurückkommen …..

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