Makrovirus Locky verbreitet sich rasant – nachdenken hilft…..

Nach vielen Jahren in der EDV bin ich natürlich etwas erfahrener, als durchschnittliche Anwender was die Virenproblematik betrifft. Daher habe ich meist wenig Verständnis, wenn ich sehe wie “blauäugig” manche Leute mit ihren Computern umgehen.
In letzter Zeit macht sich allerdings ein Trend bemerkbar, der mir gar nicht gefällt!

Die Virenattacken werden immer professioneller und damit immer schwerer zu durchschauen. Jeder Mensch weiß inzwischen, dass man nicht jeden Blödsinn öffnet, den man in seinen Posteingang findet. Speziell dann nicht, wenn er von einem unbekannten Absender geschickt wurde. Hier einige Tipps für die Brain.dll (=Gehirn einschalten) um solche Attacken zu verhindern:

Backup machen!
Alle wichtigen Daten auf eine externe Festplatte sichern! Gibt es günstig hier 🙂
Nur was sind wichtige Daten?
Für mich ist alles “Daten” was man nicht wieder herstellen oder irgendwo runterladen kann!
Persönliche Fotos, selbst erstellte Dokumente, und alles was mir in spätestens einem Monat abgeht, wenn es nicht mehr da ist Zwinkerndes Smiley
Eine einfache Möglichkeit zu sichern bietet FreeFileSync. Bei dieser kostenlosen Software kann man vorher ansehen WAS gesichert werden soll.

Keine unbekannten Dateien öffnen!
Keine Dateien öffnen die per Email kommen. Speziell dann nicht, wenn ich sie nicht bestellt habe, oder eindeutig zuordnen kann. Selbst wenn mir ein guter Freund was schickt, ist es derzeit ratsam rückzufragen, ob die Zusendung beabsichtigt war! Viren kapern oft Adressbücher und versenden dann im Namen der Adressbucheinträge Dateien.

Dateiendungen prüfen
Telefonprovider oder Amazon Verkäufer verschicken ihre Rechnungen zum großen Teil als .pdf Dateien. Diese kann man in der Regel derzeit noch ohne Gefahr öffnen. Word und Excel Dateien sollte man nur dann öffnen, wenn man zuvor das Ausführen von Makros im Programm abgestellt hat!
Ausführbare Dateien mit den Endungen .com, .exe, .js und andere unbekannte Endungen sollte man lieber ungeöffnet lassen. Wenn sie wirklich wichtig aussehen, kann man sie vorher durch einen Virenscanner schicken.
zum Beispiel:  Virustotal.com ist ein Onlinescanner, der über mehr als 50 unterschiedliche Virenscanner verfügt.

aktueller Virenscanner!
Letztendlich ist ein Virenscanner mit aktuellen Signaturen ein guter Tipp. Es muss nicht mal eine gekaufte Software sein, meist reicht der eingebaute Windows Scanner schon aus um größere Angriffe zu verhindern. Natürlich nur, wenn er aktuelle Virensignaturen hat!!

Hirn einschalten!
Zuletzt ist natürlich NACHDENKEN gefragt, bevor man eine Datei ausführt, oder einem Link im Internet folgt. Ich behaupte dass 80% der Virenattacken verhindert werden können, wenn man etwas nachdenkt. Und den Rest kann man mit einem aktuellen Backup lösen Zwinkerndes Smiley

weiterführende Links:
Heise.de – Was tun um Befall zu verhindern?
Winfuture.de – was tun wenn man befallen ist?
Virustotal – Onlinescanner für verdächtige Dateien

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