KwikFold – elektrisches Klapprad nach 1000 km

Nun habe ich auf dem Tacho meines KwikFold Klapprades schon 1000 km drauf. Begünstigt wurde das, da mein Utopia leider die gesamte Corona Krise im Service festgesetzt war. Um mobil zu bleiben wurde das KwikFold daher kurzfristig zum “Hauptfahrrad” Inzwischen ist einiges passiert.

20200425_KwikFold_Sattel & Klickfix Korb - KopieDas Erste was gelöst werden musste war der hintere Kotflügel. Dieser war leider zu kurz um bei nasser Fahrbahn eine Sauerei auf meiner Kleidung zu verhindern. Hier habe ich nach langem Suchen einen Kotflügel für ein Kinderfahrrad gefunden, der perfekt passt. Da serienmäßig leider keine Seitereflektoren am KwikFold montiert waren, habe ich mit welche von 3M Scotchlite besorgt. Diese passen zwar nicht exakt auf die Wölbung meiner 16 Zoll Räder, reflektieren aber hervorragend. Somit ist dem Gesetz genüge getan.

Die original ALU Sattelstütze, vermutlich aus China, hat sich bereits nach einigen 100km leicht verbogen und war daher nicht mehr sicher! Ich habe gleich eine viel längere Sattelstütze bestellt, die auch wesentlich robuster ist, wie das Original. Sie geht mit eine Länge von 600mm bis ganz nach unten in den Rahmen und ist mit einer Wandstärke von 3 mm ausreichend stabil. Seither habe ich auch eine KlickFix Halterung mit einem Korb hinten dran. Dort kann ich bis zu 7 kg Gewicht einladen.

20200425_KwikFold_Bügel für OrtliebDie Kabeln und Bowdenzüge vorne waren so kurz, dass man den Lenker nicht ganz ausziehen konnte, schade, den das könnte durchaus serienmäßig so sein! So wurden die Kabeln von meinem neuen Fahrradhändler des Vertrauens verlängert. Somit kann ich den Lenker um etwa 3-4 cm länger ausziehen. Auch am Lenker habe ich eine KlickFix Halterung montiert. Hier kann ich über einen speziell angefertigten Adapter mit Kabelführung von Metallbau Ost Salji eine Ortliebtasche auf dem KlickFix befestigen. Diese dient nicht dazu um viel Gewicht einzuladen, sondern um bereit zu sein wenn mal was Großes mitfahren möchte 😉

20200425_KwikFold_SPConnectFür mein Smartphone gibt es am Lenker die Moto Mount Pro von SP-Connect. Eine perfekte Halterung, die es möglich macht den Klappmechanismus des Lenkers zu bedienen, auch wenn das Handy mal drauf ist. Die Klingel von CatEye ist ausreichend laut um sich als Fahrrad bemerkbar zu machen. Wenns mal noch lauter werden muss, habe ich ein zusätzliches Gadget installiert 😉

Somit ist das KwikFold jetzt perfekt ausgestattet für die nächste Zukunft mein perfektes Stadtfahrzeug zu sein!

Verarbeitung & Support

Da dieses Fahrrad relativ preiswert ist, kommt natürlich auch Zweifel auf, ob es langfristig meinen Qualitätsanforderungen entspricht. Ich habe dazu einige meiner Kontakte aus der Fahrrad Branche befragt. Fazit daraus: Der Rahmen und die Verarbeitung machen einen ausreichend robusten Eindruck. Die Schaltung und die Bremsen sind ebenfalls gut genug um damit sicher unterwegs zu sein. Was die Langlebigkeit der restlichen Komponenten betrifft, werde wird noch sehen, denn einige kleine Probleme hatte ich bereits während der ersten 1000km.

Die Ladebuchse ist nach kaum 4 Monaten schon aus dem Akku herausgefallen und musste von einem Elektronik Spezialisten wieder eingesetzt werden.
Der Seitenständer hat schon nach einigen Wochen den Geist aufgegeben und eine Reklamation beim Hersteller blieb leider bis jetzt erfolglos. Es kommen zwar immer schnell Antworten von Manlok auf meine Emails, aber bis jetzt nur mit leeren Versprechungen! Wenn nach jedem Mail wo der Ständer “bereits verschickt wurde” auch einen bekommen hätte, wären jetzt bereits VIER Seitenständer in meinem Besitz 😉
Ich habe das Teil nun mal provisorisch repariert und warte darauf was nach Manloks Krise noch passiert.

Fazit

Das KwikFold macht auch nach 1000km noch eine gute Figur. Leider ist die Qualität einiger Anbauteile nicht besonders hochwertig und der Support des Lieferanten bis auf Emails zur Beschwichtigung nahezu nicht vorhanden. Doch der geniale Klappmechanismus dieses Fahrrades macht es für mich so extrem praxistauglich, daher muss ich den Rest wohl aushalten. Dafür ist ja auch der Preis mit ca. 1200,- eher günstig. Das vergleichbare Mobiky hat neu fast das Doppelte gekostet! Solange ich also für die minderwertigen Teile eine bessere Lösung finden kann, ist alles OK!. Danke für die Mithilfe an solchen Lösungen gehen an:

Christian Huber – https://www.huberista.com
Metallbau Salji – office@metallbauost.at
und meinen Freund Alfred für die Reparatur des defekten Akkusteckers
auf den Seitenständer von Manlok warte ich immer noch sehr gespannt, vielleicht klappt ja der Versand beim FÜNFTEN Versuch …

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