Kurztest Winora F1 mit Mionic PST Hinterrad Antrieb

2011_04_19_WinoraHeute habe ich wieder mal ein neues Testrad besorgt welches Andrea bei der morgigen Radtour fahren wird.
Es handelt sich um das Winora  F1 mit Mionic PST Hinterradantrieb , welches uns vom Radmechaniker zur Verfügung gestellt wurde.
Horst May, der Chef der Firma verleiht seit kurzem Fahrräder. Andrea durfte einer der ersten Kundinnen sein.
Horst war sogar so nett und hat einen kurzen Sattel für Andrea auf das Rad montiert, damit sie keine Probleme hat, mit den Füssen richtig auf den Boden zu gelangen! DANKE!

Das Winora F1 ist ein stabiles Elektro Fahrrad in der EUR 2000,- Klasse. Es hat keine klassischer Vorderradfederung, sondern einen zentralen Dämpfer in den Rahmen integriert. Dadurch ist auch der Federweg nicht besonders üppig, aber es funktioniert. Die 9 Gang Kettenschaltung  Shimano Alivio M 430 arbeitet über zwei Wippen und funktioniert sehr präzise. Ich persönlich mag diese Art zu schalten viel lieber als diese “Drehgriff Dinger”, aber das ist sicher eine subjektive Entscheidung. Die Verarbeitung des Winora macht einen stabilen Eindruck und es gibt einige kleine Schmankerln. Beispielsweise ist Rahmen ein Speichenschloß integriert, welches mit dem selben Schlüssel gesperrt werden kann, wie die Akkuabdeckung. Auch ein Nabendynamo ist serienmäßig dabei.

Der Elektroantrieb funktioniert hervorragend. Der Motor von Mionic (oder TransX) ist im Hinterrad verbaut. Auch der Akku ist hinten im Gepäckträger integriert. Das macht das Fahrrad hecklastig! Beim Fahren merkt man davon wenig, aber wenn man das Fahrrad tragen muss, fällt dieser Umstand natürlich entsprechend auf.

Ein schönes fast übergroßes Multifunktionsdisplay LCD DP-09 liefert alle nötigen Informationen zur Geschwindigkeit, gefahrenen Entfernung, Akkuladung und die restliche Reichweite für die derzeit eingestellte Unterstützungsstufe. Der Antrieb bietet 3 Unterstützungsstufen (L, M, H) und natürlich auch einen Leerlauf (N) mit dem das Fahrrad ohne elektrische Unterstützung gefahren werden kann. Das macht allerdings bei einem Kampfgewicht von fast 25kg (ohne Gepäck) nicht lange Spaß Zwinkerndes Smiley

Die Kraftübertragung in der Stufe “H” ist sehr gut und sehr kräftig, sie schiebt auch Bergauf noch ausreichend stark an. Die Stufe “M” ist eigentlich die angenehmste, denn hier bekommt man ausreichend Unterstützung, die aber nicht aufdringlich wirkt. Mit der Stufe “L” kann man fahren um das hohe Fahrzeuggewicht auszugleichen, sozusagen mit der gleichen Anstrengung als hätte man ein leichtes Fahrrad ohne E-Antrieb. Der Motor gibt je nach eingestellter Stufe seinen Antrieb dazu. Etwas träge ist manchmal die Abschaltung, das bedeutet dass der Motor den  Bruchteil einer Sekunde nachschiebt, wenn man zum Treten aufhört. Hat man sich an diese Tatsache gewöhnt, dann stört es aber kaum.

Die Reichweite ist mit ca. 60 km angegeben, was schon ganz ansehnlich ist.

Alles in allem ein sehr brauchbares Fahrrad zu einem akzeptablen Preis.

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