Groovemover oder Balanceboard – 24 h Kurztest

Ich interessiere mich grundsätzlich nicht für sinnloses Zeug, deshalb habe ich diese Balanceboards auch bis 2015-11-18 BalanceBoard2jetzt nicht näher getestet.
Ein Balanceboard ist ein Segway ohne Stange, damit hat mich Michael von Backwind, dann doch überzeugt mir so ein “Rollbrett” näher anzusehen. Und letztendlich ist es auch ein Elektrofahrzeug, also her mit so einem Ding.
Grundlagen:
Diese Geräte gibt es in allen erdenklichen Ausführungen und Variationen. Mein Testboard hat 10 Zoll Luftreifen und ist dadurch wesentlich weniger nervös zu fahren, wie die bisherigen Teile auf denen ich schon draufstand. Gefahren wird durch Gewichtsverlagerung vorne/hinten und gelenkt wird mittels kippen des Fußes auf der Seite in die man fahren will.

Gestartet wird das Gerät über einen coolen Funkschlüssel, der an einen Autoschlüssel der Oberklasse erinnert

2015-11-18 BalanceBoard3Das Board kann über Bluetooth mit einem Smartphone verbunden werden und dann lässt sich Musik auf Lautsprecher im Board abspielen. Geiles Feature für Partys wo die Soundanlage vergessen wurde oder wenn man um jeden Preis auffallen will. Auf Messen oder für Werbefahrten durchaus eine brauchbare Idee.

Praxis:
Die Lernkurve für ebene Strecken ist relativ gering! Schon nach 20 Minuten kann man sich mit dem Board angemessen aber langsam fortbewegen. Ich habe beschlossen vom Hauptbahnhof in die Firma zu fahren (ca. 5 km) und den Gedanken nach ca. 1km wieder verworfen. Das Board fährt auf geradem Untergrund zwar theoretisch bis zu 15 km/h, aber alle Unebenheiten die unterwegs so auftauchen, halten mich immens auf!
Schon leichte Kanten von ca. 1-2 Zentimeter sind ein unüberwindbares Hindernis.
Ich bin sicher, dass sich die Barriere zum großen Teil in meinem Kopf abspielt, speziell wenn ich sehe, wie Kinder mit diesen Boards durch die Gegend flitzen. Aber in meiner Welt muss ICH mit dem Fahrzeug zurechtkommen und das kann ich in diesem Fall nur schwer.

Ich fahre trotzdem mit dem Board heute insgesamt doch c2015-11-18 BalanceBoard1a. 5 km und spüre Muskeln von denen ich in den letzten 48 Jahren nichts wusste. DAS wäre für mich durchaus ein Grund noch länger auf diesem Board zu stehen. Nämlich als Fitnessgerät für den Bewegungsapparat. Aber da muss man schon viel Zeit haben, denn ich brauche für eine Strecke von 2 km am Abend ca. 45 Minuten, die ich in 20 Minuten locker zu Fuß geschafft hätte.
Als ich dann in der U-Bahn nach Hause fahre, merke ich wie unhandlich das Ding zu tragen ist. Da das Board ca. 12 kg hat muss man es schon ordentlich halten. Leider kann man es kam umfassen, somit ist der einzige Weg es wie eine Hantel zu schultern. Das kommt in einer vollen U-Bahn nicht so gut.

Fazit:
Das Board macht auf absolut ebener Strecke durchaus Spaß. Die relativ großen Räder geben ausreichend Sicherheit und durch das Gewicht von 12kg liegt das Board auch gut auf der Straße.
In der Praxis für die Fortbewegung in der Stadt ist es aber eher weniger praktisch. Unebenheiten von über 2 cm sind nur sehr schwer zu überwinden und wenn man es tragen muss, hängt es sich schon nach wenigen Minuten fest ins Gewicht.
Als Funfahrzeug für Messen durchaus lustig, aber nichts für mich! Somit bekommt Michael sein Spielzeug schon viel früher wieder zurück als ausgemacht Zwinkerndes Smiley Danke trotzdem für die Erfahrung….

Nähere Infos zu meinem Groovemover Testfahrzeug mit 10 Zoll Rädern

2 Kommentare
  1. Harald sagt:

    Hallo Paul,ich glaube Du hast Dir fürs „Einfahren“einfach zu viel vorgenommen, weil man doch etwas üben muß um das Gerät wirklich gut genießen zu können.Ich war mit meiner Familie(und 4 Groovemovern,2 kleinen,2 großen) in Florenz, und meine bis dahin völlig ungeübte Frau war beim fahren ins Zentrum noch eher unglücklich, beim ins Hel rollern allerdings dann schon ganz ge-hypt..für uns drei „geübten“ 50,17 und 15 Jahre alt wars trotz teilweise wildem Katzkopf-Pflaster total genial, und wir werden nie wieder „ohne“verreisen:-)
    Schönen Abend und liebe Grüße
    Harald

    • Paul Belcl sagt:

      Danke Harald für deinen Kommentar!
      Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man dem Groovemovern etwas mehr Zeit geben muss!
      Es ist dann sicher auch ein tolles FUN Vergnügen. Für mich steht aber der Spass nicht im Vordergrund, sondern der Transport auf der „last Mile“ von U-Bahn zu meinen vielen Zielen.
      Und da passt für MICH der E-Twow besser 😉
      Ich freue mich aber dass euch der Groovemover so viel Freude macht….