Bank Austria – Schutzpaket für Internetkriminalität

Vor einigen Tagen bekam ich von Bank Austria über die Telebanking Software folgendes Angebot:

Sie nutzen Ihr OnlineBanking gerne, aber betrügerische Mails im Namen Ihrer Bank oder Berichte über Malware und Trojaner lassen Sie aufhorchen? Sichern Sie sich jetzt gegen finanzielle Schäden durch Internetkriminalität ab. Mit Just-in-Case, dem OnlineBanking Schutzpaket sind Sie garantiert auf der sicheren Seite.
Der Schutz umfasst alle Ihre privat, im OnlineBanking genutzten Konten, Sparkonten und Wertpapierdepots inkl. der zugehörigen Verrechnungskonten bei der Bank Austria. Auch bei grober Fahrlässigkeit – ganz ohne Selbstbehalt. Sie erhalten bis zu EUR 50.000 Entschädigung pro Schadensfall. Um nur EUR 1,74 pro Monat zzgl. möglicher Buchungsspesen.

Ich musste das Angebot 2x lesen bevor ich aufhören musste zu lachen.

  • Soll jetzt wirklich der Kunde dafür bezahlen, dass die Bank Austria ihn schadlos hält, wenn die Bank ihre Hausaufgaben nicht macht?
  • Oder kann ich jetzt wirklich JEDEM Phishing Mail meine Tans und Pins geben und die Bank bezahlt dann den Schaden?
  • Oder darf ich jetzt doch bedenkenlos meinen Bankomatcode auf die Karte schreiben, nachdem ich das Paket gebucht habe?
  • Oder sind euch nur die Kontoführungsentgelte zu gering und das ist ein verzweifelter Versuch das zu ändern?

Ich freu mich schon auf die Diskussion über dieses Thema 😉

Ein Kommentar
  1. Michael H. sagt:

    Irgendwie spannend das Ganze … wenn man sich überlegt, daß die Banken sich durch Online-Banking sehr viel Geld (gerade Personalkosten) ersparen (können).

    Sie haften nämlich bis zu einem gewissen Grad für Internetkriminalität, wenn Sie den Kunden nicht Fahrlässigkeit beweisen können … und jetzt entschlagen sie sich auch noch dem Risiko.

    Kommt mir nur das so vor, oder stimmt da was nicht ganz?