Zero DS – 3 Tage Test

Die dominierende Erscheinung der Zero DS, die Aufhängung mit langem Federweg und die robusten, offroadtauglichen Reifen E-Motorradverleihen ihr ein Allroundvermögen. Die Zero DS ist eine elektrisches Motorrad mit dem man eigentlich überall fahren kann. Von glatten Asphaltstraßen bis unbefestigte Schotterstraßen, eine Mischung aus Straßenmaschine und Enduro.
Die Zero DS liefert ein verblüffendes, geräuschloses Drehmoment, das unglaubliche 146 Nm erreicht – mehr als viele herkömmlich Motorräder mit Verbrenner. Die Reichweite von bis zu 262 km sollte für Stadtfahrten oder mittlere Strecken ausreichen. Auf der Autobahn ist die Reichweite bei 110 km/h immer noch mit ca. 130 km angegeben. Höchstgeschwindigkeit ist ca. 160 km/h. Der Direkt Antrieb erfolgt ohne Getriebe per Zahnriemen auf das Hinterrad. Das Leergewicht beträgt 187 kg.

Aufladen.

20180629_084736 - CUTKeine spezielle Ausstattung erforderlich, ein Stromkabel (Kaltgeräte) reicht!. Über diesen kann man die Zero an der Haushalts Steckdose problemlos über Nacht Vollladen. Mit dem optionalen “Charge Tank” kann man durch Verzicht auf das kleine Staufach in der Mitte einen Typ2 Schnellader (Level2) einbauen. Damit kann man das Motorrad dann mit bis zu 6kW in ca. 1 Stuunde von 0% auf 95% aufladen.

Praxistest

Ich durfte die DS ein Wochenende lang Probefahren und war sehr begeistert meine Motorradausrüstung wieder mal aus dem Keller holen zu dürfen. 20180629_183417 - CUTAm Abholtag regnete es stark aber ich ließ es mir nicht nehmen das Bike trotzdem zu holen. Hanno von Vertical gab mir den Tipp solange die Straße nass ist nur im ECO Modus zu fahren! Das machte ich auch, bis zu meiner Teststrecke, dann probierte ich mal was die Zero so drauf hat. Im Sport Modus muss man wirklich verdammt aufpassen, denn die Zero DS schiebt so unerträglich stark an, dass bei nasser Straße und zu forscher Gashand sicher der Arsch einmal zum  Überholmanöver ansetzt.

Am nächsten Tag in der Früh war es wieder trocken und ich fuhr in die Stadt.
Die Zero mach so viel Spaß, dass man den Dauergrinser kaum aus dem Gesicht bekommt.

Motorradfahrer die sich an der Kreuzung präpotent neben mich stellen, fahren Sekunden später wieder hinter mir. Das mach nicht nur ausgesprochen viel Freude, sondern passiert auch fast lautlos. Dämliche Gesichter im Rückspiegel sind somit garantiert, sofern nicht ein übermotorisierter Superrenner daneben steht 😉 Da mein Testfahrzeug keinen Tank Charger hat, gibt es da wo normalerweise der Tank ist, ein 20180629_193032 - CutStaufach. Es ist leider nicht groß genug für einen Vollvisierhelm, aber eine kleine Umhängtasche und das Ladekabel passen locker rein. Ist dort der Schnellader verbaut, gibt es am Motorrad keinerlei Stauraum!

Auch Offroad macht die DS durchaus Spaß. Bei einer kurzen Fahrt abseits der Straße habe ich festgestellt, dass die Federwege gut abgestimmt sind um ein ausgewogenes Fahren zu ermöglichen.
An einer Steckdose mit 240V kann man die Zero DS an den meisten Ladestationen sogar kostenlos laden. Ohne Charge Tank dauert das allerdings einige Stunden, aber während eines Einkaufes kann man die Reichweite durchaus ein bisschen verlängern.

Fazit:

Die Zero DS macht viel Spaß, egal auf welchem Untergrund. Sie ist damit ein perfektes spritziges Stadfahrzeug mit Option auf längere Touren. Mit dem eingebauten Schnellader, kann man sich damit durchaus auf die Langstrecke wagen, sofern man nach ca. 160 km eine Pause von ca. 1 Stunde nicht ablehnt …
Steht auf der Kreuzung mal ein Sprint an, ist die Zero DS auch nicht abgeneigt für überraschte Gesichter zu sorgen 😉

Links:
Probefahren bei Vertical
Technische Daten auf der Zero Webseite

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