MA37 – auf der Baupolizei

Unlängst suchte ich meine Wohnungspläne. Offensichtlich hatte ich diese vor langer Zeit so gut aufgehoben, dass sie nicht mehr zu finden waren. Und ich wollte nicht die alten staubigen Ordner von 1999 in meinem Keller durchwühlen.
Also auf zur Baupolizei, der MA37, in der Favoritenstrasse 211 wo man alle Pläne des 11., und 3., Bezirks um EUR 15,- einsehen kann. EINE Kopie aus diesen Plänen kostet zwischen 0,40 (A4) und 0,70 (A3) Cent.
Das wars mir Wert, wenn ich mir die Kellerordner ersparen konnte…

Ich traf dort auf eine Mitarbeiterin, die zwar keinesfalls unfreundlich, aber sehr bestimmt mit ihren "Kunden" umgeht. Auf die Frage nach den Plänen für meine Wohnung musste ich einen Ausweis herzeigen und eine Vollmacht der Genossenschaft, welcher die Wohnung (noch) gehört.

Danach musste ich warten bis eine Einlagezahl herausgefunden wurde. Das dauerte in meinem Fall etwas, da diese nicht gleich gefunden wurde.

Als die Einlagezahl feststand wurden die Pläne geholt. Ich dachte da werde ich jetzt möglicherweise die Pläne des ganzen Hauses (12 Wohnungen) bekommen und stellte mir schon vor dass ich einige Zeit brauchen würde meine Wohnung zu finden.

Als die Mitarbeiterin zurückkam, traute ich meinen Augen nicht, denn vor mir lag ein Aktenstapel der mehr als einen halben Meter hoch war!!!
Warum? Tja ich wohne in einer Anlage deren Einlagezahl über die gesamte Adresse des Bauträgers geht. Somit hatte ich Hausnummer 18-23 vor mir liegen, was ca. 8 Wohnblocks entspricht.

Auf meine Anfrage wer mir nun hilft aus diesem Aktenberg MEINE Wohnung herauszufinden, bekam ich die einfache Antwort: NIEMAND.

Als ich widerwillig in dem Stapel zu "wühlen" begann, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass eine "Einsicht" EUR 15,- kostet.

Ich antwortete: "Aber hoffentlich nur, wenn ich auch finde, was ich suche, oder?!" Die Antwort war wieder kurz und schmerzlos: "NEIN, da könnte ja jeder kommen".

So beschloss ich, mich wortlos umzudrehen und lies den Stapel mit einem nicht freundlichen, aber bestimmten  "Na dann nicht" einfach liegen und ging.

Da wiehert doch immer noch kräftig der Amtsschimmel …….

Möglicherweise habe ich etwas überreagiert, aber ich werde lieber noch mal im Keller die Unterlagen von 1999 durchstöbern, das ist WESENTLICH weniger Papier, als auf dem Amt …..

Ein Kommentar
  1. Gerd sagt:

    Jaja Paul, Du hast zu wenig mit *Ämtern* zu tun, als gelernter Wiener kennt man sowas 😉
    lg Gerd