Vorwerk VR 100 Saugroboter – Testergebnis

Nun hatte ich den Vorwerk Kobolt VR-100 fast 2 Wochen im Einsatz. Der kleine Kobolt hat gemischte Gefühle zurückgelassen.

Anfangs als nettes Spielzeug für Technik-Freaks eingestuft, hat mich der Roboter doch überzeugt, dass er praxistauglich ist! Meine, oft sehr bösartig positionierten Reiskörner, die ich zum Test ausgestreut hatte, wurden nahezu alle aufgesaugt. Und die wenigen, die beim ersten Saugdurchgang noch da waren, hat der Kleine am nächsten Tag gefunden. Auch unter Möbelstücken von denen ich nicht erwartet hätte, dass er sie unterfährt, hat er mein “Streugut” entfernt.
DAS hätte ich nicht erwartet!

Vorwerk VR-100

Wie man in dem Video oben sehen kann, wird der zu bearbeitende Raum mit einem Laser vermessen und anschließend gesaugt wird. Am ersten Tag habe ich den Kleinen fast 30 Minuten beobachtet, wie er zuerst einige Drehungen im Raum macht und dann geradlinige Bahnen durch den Raum fährt, bis dieser fertig gesaugt ist. Danach kommt der nächste Raum dran. Wirklich genial!

Teppiche bis zu einer Höhe von fast 2 cm kann der Kleine nicht nur überwinden, sondern sogar wirklich brauchbar sauber machen. Auch hochflorige Teppiche sind keine große Herausforderung. An ihnen sieht man auch, dass der kleine Kobold nicht nach dem Zufallsprinzip arbeitet, sondern wirklich geordnete Bahnen zieht, solange kein Hindernis im Weg ist.

Treppenabsätze kann der Kobolt ohne Probleme erkennen. Somit ist er in meinem Test niemals die Stufen runtergefallen. Für besondere “Sperrgebiete” liegt der Verpackung auch eine Rolle Magnetband bei, die der Staubsauger keinesfalls überfährt. Ideal für offene Stellen, die nicht bearbeitet werden sollen, beispielsweise Bereiche mit freiliegenden Kabeln, wie beispielsweise mein Arbeitszimmer.
Größere Badezimmermatten sind kein Problem und werden sogar geradlinig gesaugt. Kleinere Fleckerlteppiche, die keinen festen Halt haben, wie die kleinen Kloteppiche, werden schon mal zerwuzelt und dann als Hindernis aufgebaut um sich ein Stück des Raumes zu ersparen Zwinkerndes Smiley

Allerdings spart man sich leider nicht das Staubsaugen, denn überall kommt der Kleine auch nicht hin. Speziell deshalb, weil es in meiner Wohnung einige Ecken und Winkeln gibt die zu eng zum Durchfahren sind. Auch die 8 Sesseln meiner Essgruppe im Wohnzimmer, stellen ein Hindernis für Sauberkeit da. Denn wenn es ordentlich aussehen soll, dann stehen diese Sessel gut geordnet da und bilden so eine gute Barriere die verhindert, dass der Kobolt unter dem Tisch saugen kann. Man müsste die Sesseln halt immer vor einem Saugauftrag irgendwo anders unterbringen, oder auf den Tisch stellen. Aber wer möchte das schon täglich machen….

Fazit:
2012_10_15_Vorfwerk1Der Kobolt ist ideal für Leute die etwas zu viel Geld haben und viel weniger Staubsaugen wollen. Er kann sowohl mit glatten Böden als auch mit Teppichen hervorragend umgehen. Er ist alles andere als ein “Nerd Spielzeug” , denn dafür ist er zu gut.  Das händische Staubsaugen wird er nicht verhindern, aber sicher massiv einschränken. Hat man 2 Ebenen sollte man sich eine zweite Basisstation überlegen! Ich werde ihn auf meine Wunschliste für Weihnachten setzen, denn dann brauch ich nur mehr alle 2 Monate einen Staubsauger in die Hand nehmen.

Vorwerk verleiht das Gerät übrigens gerne an Interessenten für 10-14 Tage zum Test. Falls ihr interessiert seid, solltet ihr euch den VR-100 mal in euren eigenen 4 Wänden Live ansehen.

Hier noch einige Testberichte:
Chip.de
C’t Magazin

5 Kommentare
  1. Manuela sagt:

    Ich bin da skeptisch. Wir (Oliver und ich) haben zwei billigere Roboter, die zugegebenermaßen sicher nicht so ausgeklügelt und hochwertig sind wie der von Vorwerk. Aber die anfängliche Begeisterung ist sehr schnell verflogen. Sicher: es ist lustig zuzusehen, aber der Reinigungseffekt gemessen am Zeitaufwand ist sehr gering. Wir haben überall glatte Böden. Wenn ich da mit einem Swiffer durch gehe, bin ich in wenigen Minuten fertig und alles ist bis ins hinterste Eck sauber.
    Damit der Roboter überall ran kann, muss man einfach zu viel Vorbereitung leisten. Man muss die Sessel auf den Tisch stellen, Hindernisse aus dem Weg räumen, darauf achten, dass keine Kabel herum liegen usw. Also genau die lästige Arbeit, die einem das Saugen so vergällt, bleibt weiterhin zu tun. Dann saugt der Roboter stundenlang herum und man muss erst nacharbeiten.
    Fazit: unsere Roboter sind schon nach ein paar Wochen im Keller gelandet.
    Brauchst für einen Vergleichstest einen Kandidaten? Ich borg dir meinen. 😉

  2. Stefanie Schweitzer sagt:

    Ich möchte auf meinen ROOMBA (i-robot) nicht mehr verzichten. Das Wegräumen von Hindernissen dauert bei mir keine Minute und der Roboter kann spazierenfahren, solange es ihm „Spaß“ macht. Ich kann mich ja nicht in allen Räumen gleichzeitig aufhalten, sodass er ständig um meinen Füßen herumfährt, sondert eben dort ist (Licht-Schranken setzen), wo er nicht stört. Da diese Geräte nur „Kehren“ und nicht saugen, werden Teppiche von Zeit zu Zeit auch gesaugt und geklopft bzw professionell gereinigt. NUR einmal in der Woche geht mein ROOMBA automatisch auf „Putztour“, weil ich brauche keinen klinisch sterilen OP bei mir zu Hause.
    Bei so einem Gerät kommt es meiner Ansicht nach auf die Gegebenheiten in der Wohnung an. Größere glatte (Fliesen, Parkett,…) unverstellte freie Flächen sind ideal. (Siehe auch VIdeos ! )
    Steffi

    • Paul Belcl sagt:

      Hallo Steffi,
      Danke für deinen Kommentar!
      Wenn ich das Ding wirklich kaufe, dann werde ich die Räume etwas adaptieren, damit der Roboter leichterbarbeiten kann.
      Mal sehen ob ich unwirklich kaufe….

  3. Harald sagt:

    Hallo Paul Belcl!
    Danke für den Testbericht, eine Freundin hat ihn mir heute zugeschickt.

    Wir verwenden den Kobold seit ca. 2 Monaten und sind immer noch begeistert. Mir gefällt am Gerät (im Vergleich zu zum iRobot Roomba 620, den ich auch getestet habe – der allerdings viel billiger ist), dass der Vorwerk den Raum ausmisst und systematisch abfährt. Kleine Räume sind schnell erledigt. Er schafft auch mehrere Räume und merkt sich, sollte beim Saugen der Akku leergehen, wo er aufgehört hat und setzt nach dem Laden seine Arbeit dort fort, wo er aufgehört hat. Er ist programmmierbar, sodass man nicht unbedingt Zuhause sein muss, wenn er saugt. Stuhlbeine umfährt er elegant, in die Ecken saugt er vorbildlich nach dem letzten Update von Dezember (V.3.1). Herumliegende Kabel machen ihm aber zu schaffen und lose, kleine Teppiche kann er schon mal mitschleifen. Für uns war es eine ausgezeichnete Anschaffung, die Zeit spart.
    Mit freundlichen Grüßen
    Harald