Bad Blumau – Sonnenschweine bei Labonca

2012_05_25_SonnenschweineDer letzte Tag unseres Urlaubes führt uns zum Biohof Labonca
Im Shop starten wir und werden von Norbert Hackl, dem Chef persönlich abgeholt. Von dort geht es mit dem Auto zur Zuchtfarm von Labonca.
Dort werden die Sonnenschweine gezüchtet. Die Farm ist ca. 20 Hektar groß und mitten in der “Pampas”.
Keine Häuser, keine Autos, denn auch die Zufahrtsstrasse ist ein schmaler Forstweg der etwas durch den Wald führt. Norbert Hackl erzählt uns die Geschichte der Sonnenschweine. Wie er vor mehr als 10 Jahren anfing diese Schweine das erste Mal ganzjährig zu züchten und wie man ihn Anfangs im Dorf als Spinner gesehen hat. Gottseidank stand sein Vater hinter ihm und der Sache. So hat es Norbert Hackl inzwischen geschafft 20 Mutterschweine, 3 Eber und ca. 200 Mastschweine auf seinem Hof zu halten.

Die Sonnenschweine sind zwar Mastschweine, nur dürfen sie sich in der Anlage frei bewegen. Es gibt viele Höhlen und wettergeschützte Bereiche, wo die Tiere Unterschlupf finden können, wenn nötig. Denn die Schweinderln sind das ganze Jahr hier. Eingriffe von Menschen gibt es nur, wenn es unbedingt nötig ist, denn die Tiere sollen so naturverbunden aufwachsen wie nötig! 
Diese Freiheit machte in den inzwischen 10 Jahren Bestand der Zucht noch niemals ein Problem!

Die Schweine sind ca. doppelt so lange am Leben, wie ein normales Mastschwein, weil sie durch den vielen Auslauf natürlich nicht so schnell Speck ansetzen. Aber genau DAS schlägt sich auch in der Qualität des Fleisches nieder. Außerdem baut Labonca das Futter für die Schweine auf weiteren 25 Hektar Land selbst an.

Zur Schlachtung werden die Tiere nur ca. 25 km weit transportiert und haben dort vorher noch 1-2 tage Auslauf um sich zu beruhigen. Selbst diese kurze Strecke ist Norbert Hackl noch zu viel “Action” für die Schweine und somit hat er bereits ein sogenanntes Weideschlachthaus geplant, wo die Sonnenschweine direkt von der Weide geschlachtet werden können. Kein Transport, kein Stress…

Hackls Partner Franz Wirth macht aus den geschlachteten Tieren dann so ca. 70 verschiedene Spezialitäten von denen wir einige anschließend persönlich von Franz Wirth zur Verkostung angeboten bekamen. Sehr interessante Kreationen mit eigenwilligen zutaten waren dabei, und alle waren hervorragend.

Es ist wunderbar zu sehen mit wie viel Achtung bei Labonca mit den Tieren umgegangen wird und wir finden, dass wir nur mehr Fleisch von solchen Tieren essen sollten. Leider ist nicht immer so nachvollziehbar wo unser Essen herkommt, wie hier bei Labonca

4 Kommentare
  1. Elisabeth Mayer sagt:

    Also, ich muss sagen, großes Kompliment an so eine seelenfreundliche Arthaltung.
    Möchte das gerne besuchen und vorort auch glückliches, gesundes Schweiefleisch einkaufen.
    Geht ein Besuch nur mit Führung, oder kann es auch so besucht werden?
    glg aus bad tatzmannsdorf,Elisabeth Mayer

  2. Renate und Herbert Baumann sagt:

    Auch wir waren bei dieser Führung und sind sehr begeistert.
    Wir nahmen vom Labonca-Hof 2 Bio-Schweinchen mit auf unseren Bauernhof. Diese haben sich schon gut eingelebt und damit sind alle zufrieden.
    Wir können den Biohof Labonca und dessen Produkte nur weiterempfehlen!

  3. paul.belcl sagt:

    Hallo Elisabeth,
    Ich vermute dass du die Schweine nur mit einer Führung besuchen kannst, da die Weideanlage eingezäunt ist.
    Am besten du nimmst mit Norbert Hackl Kontakt auf und fragst ihn selbst.
    Auf der Webseite von Labonca (siehe oben) findest du alle Kontaktdaten….

  4. paul.belcl sagt:

    Hallo Renate und Herbert,
    Schön dass sich eure Schweinderln schon eigelebt haben. Ich finde es toll, dass der Gedanke weitergetragen wird!!