Kategorie Testberichte

Alles was in der PC-News oder auf dem Blog getestet wurde!

Sony Smartwatch 2 – Spielzeug oder was?

20131106_smartwatchVorige Woche habe ich die neue Sony Smartwatch 2 zum Testen bekommen. Generell sind Smartwatches derzeit stark im Trend.
Ich habe mir also die Uhr genauer angesehen, obwohl ich schon seit Jahren keine Armbanduhr mehr trage. Ich wolle herausfinden ob die Sony Smartwatch 2 nur ein Spielzeug für Geeks ist, oder ob man daraus einen praktischen Nutzen gewinnen kann.

Hardware
Die Form mit 40 x 40 x 9 mm erinnert ein wenig an frühere Zeiten wo die Casio “Databank” Wecker alle möglichen Funktionen bis hin zum Taschenrechner anboten. Nur dass die Smartwatch 2 von Sony natürlich wesentlich eleganter aussieht. Durch die hochwertige Verarbeitung des Aluminium Gehäuse, macht sie auch einen sehr robusten Eindruck.
Die Bedienelemente halten sich in Grenzen.  Ein/Aus Knopf auf der rechten Seite und eine Micro USB Buchse zum Aufladen auf der linke Seite – fertig.
Die restliche Bedienung funktioniert über die im Bildschirm eingelassenen Soft Tasten und den berührungsintensiven Bildschirm selbst.
Das Gehäuse ist staubgeschützt und wasserdicht nach IP57.Die Uhr kann also maximal 1 Stunde in bis zu 1m tiefen Wasser ohne Schaden überleben, sagt Sony!
Die Akkulaufzeit beträgt ca. 4-5 Tage. Das transreflektive LCD Display (220 x 176 Pixel) mit einem Durchmesser von 4cm ist auch ohne aktivierte Hintergrundbeleuchtung meist brauchbar abzulesen. Will man Beleuchtung, dann reicht ein kurzer Druck auf den Einschalteknopf. Das Licht schaltet sich nach einigen Sekunden von selbst wieder aus.

Die Smartwatch 2 (=SW2) hat keine eigene SIM Karte, sondern verbindet sich über Bluetooth 4.0 mit einem Android Handy. Die Kopplung kann auch über NFC erfolgen, zumindest hat das auch meinem XperiaZ1 Testgerät so funktioniert. Die Uhr ist danach dauernd mit dem Android Handy verbunden, sobald die beiden Geräte in der Nähe sind.

Über eine eigene App von Sony, die kostenlos im PlayStore heruntergeladen werden kann, wird die Uhr gesteuert und konfiguriert. Diese App ist in der Statusleiste immer zu sehen. Sie zeigt nicht nur den Status der Verbindung an, sondern wird auch über die Android Statusleiste aktiviert. Ein Icon gibt es dafür nicht, was am Anfang meines Tests für Verwirrung gesorgt hat.

Was kann man damit nun anfangen?

Anrufverwaltung – Telefongespräche annehmen und ablehnen 20131106_smartwatch3
Diese Funktion ermöglicht ein Telefongespräch, welches am verbundenen Smartphone ankommt anzunehmen oder abzulehnen.
Das macht allerdings beim ANNEHMEN nur dann Sinn, wenn man ein Bluetooth  Headset im Ohr hat, denn sonst muss man erst recht das Handy aus der Tasche nehmen.
Auf der Smartwatch 2 selbst kann man nicht telefonieren.
Zum Abweisen eines Telefongespräches macht es schon mehr Sinn, denn man erspart sich das Handy anzugreifen.
Man kann auf der Uhr auch das Anruprotokoll ansehen und darüber Personen anrufen, oder ihnen ein vorgefeertigtes SMS senden.

SMS lesen und Kurzantworten schicken

Mit einer kostenlosen Zusatzapp von Sony aus dem Playstore kann man SMS Nachrichten auf der Smartwatch anzeigen lassen und diese auch mit vorgefertigten SMS Kurznachrichten beantworten. SMS schreiben ist auf der SW2 nicht möglich. Die Nachrichten zum Senden lassen sich am Smartphone vorbereiten und können dann auf der Uhr ausgewählt und verschickt werden.

Benachrichtigungen lesen

Auch Benachrichtigungen die über WhatsApp, Facebook, Gmail oder Twitter hereinkommen, kann man auf der Uhr ablesen. Angeblich kann man sogar über die Uhr zurücktwittern. Diese Funktionen müssen aber über zusätzliche Apps aktiviert werden, die teilweise kostenpflichtig sind, deshalb habe ich sie nicht ausprobiert!
Jedenfalls ist die SW2 hervorragend geeignet in einer Besprechung diskret Infos zu checken, ohne das Handy aus der Tasche zu nehmen. Allerdings braucht man dafür gute Augen, denn die Infos lassen sich auf dem 4cm Display aus mehr als 50cm Entfernung nicht mehr genau ablesen. Aber für die meisten Anwendungsfälle reicht das.

Uhr und Watchfaces zum Auswählen

Natürlich zeigt die SW2 auch die Uhrzeit an. Das Zifferblatt ist im Normalzustand dunkel, aber man sieht trotzdem immer leicht die Uhrzeit. Man kann diese Anzeige auch aus fünf unterschiedlichen Anzeigeformen, sogenannten Watchfaces, auswählen. Leider sind die vorinstallierten Faces nicht besonders unterschiedlich! Es stehen vier analoge Anzeigen je zwei in Hell und dunkel zur Auswahl, sowie eine digitale Anzeige die leider nur Zeit aber kein Datum anzeigt. Hier hätte sich Sony etwas mehr Mühe geben können!
Natürlich kann man im Playstore unterschiedliche weitere Watchfaces herunterladen. Leider werden diese aber nicht in die Anzeigeliste von Sony integriert, sondern laufen als eigene Apps. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich diese Erweiterungen dauerhaft anzuzeigen. Sofort wenn die Uhr in den Ruhezustand geht, sieht man wieder das Standard Watchface von Sony ;-(

Weckerfunktion und Timer

Die SW2 hat auch eine Weckfunktion mit der man sich sehr flexibel aufwecken lassen kann. Unterschiedliche Weckzeiten die Tageweise, auch mit unterschiedlichen Nachschlafzeiten versehen, eingestellt werden können. Ist eine Weckzeit erreicht, dann beginnt die Uhr zu vibrieren. Jede Weckzeit kann mit einem eigenen Nachschlafzeit von 10, 15 oder 30 Minuten verwehen werden, das ist wirklich brauchbar! Auch ein kleiner Timer ist enthalten.

20131106_smartwatch2Viele Anwendungen von Drittherstellern

Im Playstore gibt es viele interessante Anwendungen von Drittherstellern. Taschenrechner,  Infodisplay für Whatsapp und viele andere nützliche Dinge kann man sich auf die SW2 laden. Leider sind die meisten Anwendungen kostenpflichtig und daher habe ich in meinem Test nur sehr wenige ausprobiert.  Ich bin sicher damit kann man sich die SW2 für nahezu jeden Einsatzzweck herrichten!
Das offene Ökosystem auf Android 4.x Basis, ermöglicht es den Entwicklern Software zu entwerfen die auch auf anderen Android 4.x Smartphones läuft.
Die in der Uhr eigebauten Sensoren und der Vibrationsalarm lässt sich auch von Drittanbietern über das Smartwatch 2 SDK für ihre Programme nutzen.

MEIN Fazit

Die Smartwatch 2 von Sony ist eine nette Fernbedienung für das Smartphone.  In Kombination mit einem Headset, oder einer Freisprecheinrichtung kann man Telefongespräche an der Uhr sehr komfortabel annehmen. Auch das kurze Ansehen einer SMS macht auf der Uhr Sinn.
Mit den vielen Erweiterungen, von Drittherstellern kann man sicher auch noch viele andere interessante Dinge mit der Uhr machen. Da die meisten davon kostenpflichtig sind, habe ich diese nicht ausprobiert!

Ich denke die SW2 hat viel Potential! Speziell was die Funktonen auf der Uhr betrifft, habe ich mir allerdings etwas mehr vorinstalliert erwartet. Mir persönlich würde eine größere Auswahl an hübschen Watchfaces gefallen, die auch dauerhaft angezeigt werden können.
Zusätzlich könnte man den eingebauten Beschleunigungssensor für Schlaftracking oder andere Funktionen verwenden. Aber das kommt vielleicht noch, denn die SW2 ist dafür offen…
Deshalb werde ich vorerst auf eine Sony Smartwatch 2 an meinem Handgelenk verzichten. Mal sehen was uns die Zukunft Interessantes bringt.
Wer allerdings eine trendige Fernbedienung am Handgelenk für sein Smartphone sucht, die viel Potential hat und über Drittanbieterfunktionen super erweitert werden kann, der sollte sich die Sony Smartwatch 2 genauer ansehen ….

Kategorie: Innovative Technik, Smartphone, Testberichte | Tags:

IO-Scooter Vienna XE – Tag 3 – Wiederbelebung und Erklärung

Heute versuche ich mal telefonisch eine Lademöglichkeit für meinen liegen gebliebenen Test-Roller zu finden.
Dazu rufe ich bei Wien Energie an und habe Glück. Die Dame an der Vermittlung kann mit meinem Anruf so überhaupt nix anfangen. Da sie offensichtlich nur Elektroroller beeindruckend fand, werde ich ins Fuhrparkmanagement der Wiener Netze verbunden.  Diese Handlung hat zwei Vorteile!
1.) Haben die dort auch Elektroautos und somit sofort Mitleid mit mir und 2.) ist das Fuhrparkmanagement ca. 200m von meiner gestrigen “Absturzstelle” entfernt!! GENIAL!!!20130924_iO VIENNA XE

Ein sehr netter Mitarbeiter vom Fuhrparkmanagement ersucht mich in 15 Min nochmals anzurufen, damit er klären kann ob ich zum Aufladen Asyl bei ihnen bekomme. Als ich dann anrufe ist alles klar. Man lässt mich 2-3 Stunden meinen Roller aufladen. Ich fahre mit dem Auto dorthin und nach knapp 30 Minuten ist der Roller in der Werkstatt des Fuhrparkmanagement am Strom. Es ergibt sich noch ein nettes Gespräch wo wir einige Erfahrungen in der Elektromobilität austauschen und mein Testfahrzeug genau inspiziert wird. So etwas gabs dort noch nicht oft…

In der Zwischenzeit erledige ich einige Wege und kläre mit IO-Scooter was gestern das Problem gewesen sein kann. Nach kurzem Gespräch ist es klar. ICH war das Problem!!

Die Ladeanzeige aller  IO-Scooter hat mehrere Funktionen, die man richtig deuten muss. Leider war ich bei der Übernahme nicht genau genug DAS zu hinterfragen. Im Stillstand zeigt die Anzeige nicht die Restkapazität an, sondern die Batterie Leerlaufspannung. Den Akkuladestand bekommt man nur während der Fahrt angezeigt, wenn keine Last auf den Batterien ist.
Soll heißen: Wenn man auf eine bestimmte Geschwindigkeit beschleunigt hat und diese dann auf gerade Strecke hält ohne Last, DANN zeigt die Anzeige den realistischen Akkustand an. Tja, das hätte ich eventuell bei der Fahrzeugübergabe wissen müssen Zwinkerndes Smiley

Egal, nun habe ich halt in Echtzeit herausgefunden, das ein vollgeladener Vienna XE bei zügiger Fahrweise in meinem Test ca. 60 km weit kommt. Das ist ganz schön gut, weil ich eher auf Spaß und beschleunigen unterwegs war und nicht auf stromsparen. Die Herstellerangabe sagt 70km bei 50 km/h. Aber wer will schon dauernd 50 km/h fahren, obwohl das in der Stadt eigentlich so Vorschrift ist ….

Mein Fazit:

20130924_iO VIENNA XE2Der IO-Scooter Vienna XE macht viel Spaß. Er ist sehr wendig und kann mit vielen benzingetriebenen Motorrädern locker mithalten. Nein, er ist in gewissen Bereichen zwischen 30 km/h und 60 km/h sogar manchmal schneller  und bissiger! Glaubt mir ich habs ausprobiert, sogar gegen eine Enduro Zwinkerndes Smiley
Auf längeren Strecken hat mir die aufrechte Sitzposition leichte Verspannungen bereitet. Aber das mag daran liegen dass ich schon sehr lange nur mehr angelehnt sitzend Zweirad fahre…

Die Reichweite von ca. 70 km ist mir persönlich etwas zu wenig. Denn man erwischt sich mit dem Vienna XE gerne noch etwas länger durch die Stadt flitzen zu wollen. Und wenn man den Roller zügig bewegt, wird man manchmal auch nur auf 60 km Reichweite kommen! Wer damit das Auslangen findet, wird mit dem leichten und wendigen Vienna XE sicher seine Freude haben!
ICH werde mir bald mal den IO-Scooter Manhattan ansehen. Der hat eine Reichweite von 70 – 120 km, das entspricht schon eher meinem Bewegungsprofil. Bin schon gespannt ob der große Bruder auch so spritzig ist….

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Testberichte

IO-Scooter – Tag 2 – Akku leergefahren

Heute hab ich schon in der früh einiges zu erledigen. Einkaufen, dann in die Shoppingcity kurz noch nach Hause und dann in die Arbeit.
Als ich die Arbeit verlasse zeigt die Akkustandsanzeige noch 45% Ladung an. Ich wundere mich, nehme es aber wohlwollend zur Kenntnis und fahre noch in den 9,Bezirk Kabarettkarten holen.

20130924_Akku leer1Als ich dann ca. 2/3 meines Heimweges hinter mir habe, merke ich dass der Roller nicht mehr so richtig zieht. Die Akkuanzeige ist nun innerhalb von nur 9km auf Leer gesprungen. Beim Gasometer, ca. 3 km nach den ersten Anzeichen,  bleibt der Roller dann stehen. AUS die Maus!!

Ich verbringe die nächste Stunde damit zu versuchen irgendwo eine Steckdose für 30 Minuten zu bekommen. Damit würde die Ladung reichen, dass ich die restlichen 6-8 km nach Hause komme. Aber leider ist man mit einem “Motorroller” in keinem Lokal wo sich die Steckdosen fast immer IM Lokal befinden, gerne gesehen.
In einigen Parkgaragen des Gasometers finde ich auch einige Steckdosen, diese sind aber alle durchwegs deaktiviert. Tja, die haben gewusst dass ich komme Zwinkerndes Smiley

Nach ca. 1 Stunde gebe ich auf und rufe den ÖAMTC an. Wozu hat man denn eine Clubkarte. Die freundliche Dame am Telefon fragt mich nach Clubkartennummer u.s.w. Ich sage deutlich dass ich mit einem ELEKTROROLLER und einer LEEREN Batterie liegen geblieben bin. Ja, kein Problem, der Pannenfahrer kommt. Ich denke mir, die haben vielleicht schon spezielle Pannenfahrzeuge mit Generator oder was auch immer. Stutzig werden hätte ich sollen als die Dame vom ÖAMTC nach der Farbe des Rollers fragt…..20130924_Akku leer2

Weitere 80 min später, ich habe noch ein paar Steckdosen gesucht, kommt der Pannenfahrer. Als er meinen Elektroroller sieht, meint er: “Da kann ich leider nix machen”. Auf meine Frage wieso er das nicht schon vor 80 min gewusst hat, meint er, dass die Vorinformation nichts von einem Elektrofahrzeug gesagt hat, obwohl ich mehrmals am Telefon darauf hingewiesen hab!
Ich bin stink sauer auf den Roller, den ÖAMTC und überhaupt die ganze Situation mit den vielen Elektrotankstellen die es angeblich gibt ;-(

Ich sperre den Roller ab und mache mich mit dem Taxi auf den Heimweg.

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Testberichte

IO-Scooter Vienna XE – 3 Tage Test

Heute früh habe ich mein Testfahrzeug Vienna XE von IO-Scooter.at abgeholt. In der Firmenzentrale in Brunn am Gebirge stehen unzählige unterschiedliche Modelle.

Der Vienna XE ist die leistungsstarke Variante des Rollers, die als Motorrad zugelassen ist.

Die Technik der Vienna XE ist gut ausgedacht:20130923_iO VIENNA XE

  • gelochte Scheibenbremsen vorne und hinten
  • Radnabenmotor (10.000 Watt) mit 93% Wirkungsgrad und Energierückgewinnung
  • Rückwärtsgang
  • moderne Akkutechnik (64 V LiFePo4/40 Ah/ 2550 Wh)
  • Reichweite ca. 70 km
  • Fahrwerk mit einstellbaren Gasdruckstoßdämpfern und Teleskopgabel
  • Ladegerät mit Batteriewächter und Vollademöglichkeit in 2,5 Stunden

Der Roller kann auch mit einem Moped Kennzeichen zugelassen werden und heißt dann Vienna (ohne XE).
Er hat dann einen etwas schwächeren Motor, schwächere Akkus und weniger Reichweite!

Der erste Rundgang um das Fahrzeug ist schnell erledigt. Am Armaturenbrett gibt es einen Tacho, Ladekontrolle und Anzeigen für Blinker und Fernlicht, das wars.
Kein Schnickschnack, aber trotzdem ist alles da was man braucht!
In der Lenkerverkleidung ist bei den Füßen ein kleines offenes Ablagefach und unter dem Sitz der Rollers ist Platz für das Ladegerät, oder einen Jet Helm.
Ein Vollvisierhelm passt leider nicht rein! Unter der Sitzbank ist auch der Stecker für das Ladegerät und ein zentraler Ausschalter für die Stromversorgung untergebracht.
Wenn das relativ große Ladegerät drinnen ist, dann passt dort nicht mehr viel hinein.

Die Bedienung des Vienna XE  ist einfach! Zündschlüssel umdrehen und Losfahren. Die Besonderheit bei diesem Roller ist der Rückwärtsgang.
Betätigt man einen Taster am rechten Lenkergriff und gibt dann Gas, fährt der Roller kraftvoll, aber langsam retour! Braucht kein Mensch, war meine erste Reaktion, denn der Roller ist nur ca. 150 kg schwer. Aber schon am selben Tag habe ich rausgefunden, dass es doch recht nett ist, wenn man so etwas hat.

Nachdem alle Formalitäten geklärt sind, fahre ich los. Der kleine Roller fühlt sich sehr leicht und wendig an. Die Fahrleistungen sind für einen Stadtflitzer ausreichend!
Der Roller beschleunigt bis 30 km/h zügig aber nicht extrem. von 40 km/h bis ca. 60 km/h kann man durch starkes Gas geben wirklich überraschende Beschleunigung erzielen.
Die Höchstgeschwindigkeit ist bei ca. 75 km/h erreicht.
Wie es mir im Stadtverkehr in den nächsten Tagen so geht, werde ich berichten….

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Testberichte

Elektroautos im Praxistest – Probefahrt mit dem Tazzari Zero

Vor einiger Zeit habe ich herausgefunden, dass es schon Elektroautos gibt, die bereits in Österreich verkauft werden. Grund genug sich diese mal auf Praxistauglichkeit zu testen.
2011_01_04_TAZZARI-ZERO_outDer erste Wagen den ich probefahren darf ist der "Tazzari Zero" der italienischen Firma Tazarri.

Das 1963 von Giorgio Tazzari gegründete Unternehmen hat heute eine wichtige Position in der Maschinen- und Metallindustrie, in der Aluminiumgießerei, als Zulieferant, auf dem Montagesektor. In den 70er Jahren war der Name Tazzari weltweit auf allen Skipisten aufgrund der Entwicklung und Herstellung von Hochleistungs-Schleifmaschinen für Skis bekannt.
Für den Tazzari Zero hat die Firma ca. 3 Jahre Entwicklungszeit gebraucht.2011_01_04_TAZZARI-ZERO_in

Die wichtigsten Daten für meine Probefahrt:

  • 2 Sitzplätze
  • asynchroner Drehstrommotor mit 15 kW / 20 PS
  • Heckantrieb
  • keine Fahrhilfen wie ESP, oder ABS
  • keine Servolenkung
  • kein Bremskraftverstärker
  • keine Heizung (Dieselheizung nur gegen Aufpreis)
  • 2 Laderäume mit 180 Litern Kapazität (30+150)  von der Form her eher nur für Handgepäck!!
  • das Fahrwerk ist wie bei einem Kart, hart und direkt
  • genaue Ausstattungsdetails auf der Webseite von Tazzari …

Mein erster Eindruck ist “Cool sieht er aus”, denn der Tazzari macht einen schnittig sportlichen Eindruck. Die kantigen Formen der Karosserie verstärken den Eindruck noch etwas. Der Innenraum wirkt etwas spartanisch. Fast schon etwas wie aus der Elektronikwerkstatt. In der Mitte des Armaturenbrettes befinden sich 4 bunte Knöpfe, mit denen man die Motorleistung auswählen kann. Am unteren Ende gibt es nochmal zwei Tasten für VOR und ZURÜCK. Diese kann man aber nur betätigen wenn man fest auf die Bremse tritt.
Auf den zweiten Blick merkt man oft, dass dieses Fahrzeug noch Verbesserungspotential hat. Das Lenkrad ist beispielsweise nicht verstellbar und die Lastanzeige mit 5 Leuchtdioden hinter dem Lenkrad wirkt ein wenig aufgesetzt. Auch die verbauten Materialien machen eher einen billigen Eindruck und an einigen Stellen merkt man etwas wenig Liebe zum Detail.   

In der Praxis, bei meiner Probefahrt verstärket sich der Eindruck. Die Federung ist hart und direkt, fast wie bei einem GoKart. Kein Schlagloch bleibt ungespürt und ab 70 km/h versetzt es das Auto sogar leicht, wenn man tiefere Bodenunebenheiten passiert. Ich habe fast den Verdacht das Auto fällt in die Bodenunebenheiten hinein.
Der Antritt des 15 kW Starken Elektromotors, gesteuert über das elektronische Gaspedal ist kräftig und sehr abrupt und man braucht etwas Gefühl um den Tazzari nicht zu ruckartig zu bewegen. Ab ca. 70 km/h läßt die Leistung des Motors spürbar nach. Auch ist der Motor der hinter den Sitzen angeordnet ist, ab ca. 40 km/h immer gut zu hören. Beim Gas wegnehmen wird automatisch eine elektrische Motorbremse aktiviert, die 2011_01_04_TAZZARI-ZERO_frontBremsenergie in die Batterien rekuperiert. Das hilft dem kleinen Flitzer eine Reichweite  von bis zu  100km zu erreichen.

Die Höchstgeschwindigkeit des ca. 500 kg schweren Autos liegt bei ca. 90 km/h was für ein reines Stadtauto ganz passabel ist. Auf die Autobahn will man mit dem Tazzari Zero eh nicht, denn das Fahrwerk hat schon ab ca. 70 km/h  recht bockige Anwandlungen. Dafür ist der Preis von ca. EUR 20.000,- für ein reines Elektrofahrzeug eher günstig. Nimmt man ein paar Dinge aus der Aufpreisliste mit, wie zum Beispiel eine Diesel-Standheizung, die im Winter zwingend nötig ist, oder ein Schnelladegerät, dann kommen recht schnell noch einige Tausender dazu.

Alles in allem  ist der Zero ein hübsch gemachtes Spaßmobil für den Sommer, für Leute die zu viel Geld in der Tasche haben. Die Praxistauglichkeit bleibt meiner Meinung nach aufgrund des eher kleinen Gepäckraumes und der eher  spartanischen Ausstattung leider etwas auf der Strecke. Mir gefällt auch die Verarbeitungsqualität im Inneren des Fahrzeuges nicht besonders, da man an einigen Stellen sehr deutlich sieht dass bei der Ausstattung Geld gespart wurde. Von außen sieht der Tazzari Zero ganz ordentlich aus.
Wer sich selbst mal ein Bild machen möchte, kann das Auto beim Vertriebspartner Fastbox in der Brunnerstrasse 86 / Ecke Ketzergasse probefahren.

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Innovative Technik, Testberichte | Tags:

Scooterbike Hybrid – 6.Tag – Abschlussbericht

2010_09_17_Scooterbike HypridDas Scooterbike Hybrid ist wirklich nahezu perfekt und es ist mir schwer gefallen es heute wieder zu Backwind.at zurückzubringen. Michael hat sich schon gefreut, denn es warten schon einige Leute die von mir während der Testwoche Visitenkarten bekommen haben, auf eine Probefahrt. Ich bin sicher das Scooterbike wird nicht lange im Geschäft stehen!

Die Vorteile dieses Fahrradkonzeptes überwiegen klar im Vergleich zum herkömmlichen Fahrrad. Die Sitzposition ist sehr angenehm und ich hatte während der ca. 500 km, die ich mit dem Fahrrad unterwegs war, keine Poposchmerzen, oder ähnliche Probleme mit dem Rücken!
Zwar haben anfangs einige Muskeln rebelliert, von denen ich nicht mal wusste dass es sie gibt. Aber das hat sich nach einer kurzen Trainingszeit wieder gelegt und die Kerle haben akzeptiert dass sie nun auch was hackel müssen 😉

Beim Beladen des Fahrrades ist mir angenehm aufgefallen dass das Gewicht hinter dem Sitz das Fahrverhalten eher positiv beeinflusst als Negativ!. Bei höherer Beladung wirkt das Rad noch laufruhiger. Nur beim langsam fahren in engen Kurven, speziell enge Rechts-links Kombinationen ist der Lenkeinschlag schwer zu dosieren. Hier braucht man entweder viel Gefühl und auch Übung, oder man stellt einfach die Füße auf den Boden und manövriert da durch ohne zu treten. Sieht zwar nicht so professionell aus, ist aber in manchen Fällen sicherer!

Hier eine kurze Zusammenstellung der Fakten die mir aufgefallen sind:

  • PRO – Sitzposition, sehr bequem und nach kurzer Zeit will man nicht mehr anders sitzen! 
  • PRO – bei hohen Geschwindigkeiten sehr laufruhig durch den langen Radstand
  • PRO – Hohe Beladungsfähigkeit bei guter Laufruhe
  • PRO – Sitzposition bleibt erhalten auch beim Stehen. Einfach die Füße runter stellen reicht.
  • PRO – Gute Beleuchtung bereits serienmäßig
  • PRO – gute Bremsanlage (fürs Vorderrad bei Nässe fast schon zu gut!)
  • PRO – Schalensitz ist sehr bequem!! – Sonderausstattung (229,-)
  • PRO – BionX 250 HT mit dem neuen Display sehr Leistungsfähig!! (leider auch sehr teuer)
  • PRO – Schwalbe Breifung mit Kevlar Pannenschutz (vorbildlich)
  • PRO – Cruiser Lenker sehr bequem zu fahren – Sonderausstattung (25,-)
  • PRO – Trotz des hohen Gewichtes (über 30kg) sehr ausgewogen und gut zu tragen
  • KONTRA – wackelig beim langsamen Fahren in engen Kurven.
  • KONTRA – Kettenkranz vorne “frisst” gerne dünne Hosen!!

Wie schon gesagt überwiegen die Vorteile dieses Fahrrades stark, daher bin ich derzeit sehr überzeugt von dieser Art des Radfahrens. Nach diesem Test würde ich gerne einen direkten Vergleich zum neuen Utopia Phönix haben, da dieses Fahrrad einige Änderungen besitzt, die vielleicht auch dem Scooterbike gut tun würden.

Beispielsweise wäre der Vollkettenschutz (zumindest Vorne) eine starke Bereicherung. Auch ein 20“ Vorderrad würde dem Scooterbike wahrscheinlich ganz gut tun. Allerdings nur dann wenn man nicht auf das integriertes Steuerkopf-Federsystem verzichtet, den in meinem Test hat es oft einen guten Dienst getan!
Speziell bei steileren Auffahrtsrampen ist es eine hervorragende Hilfe um etwas gedämpft anzukommen.
Auch kommt in meinem Test oft der Wunsch nach mehr Gängen auf, denn dann könnte man noch höhere Geschwindigkeiten mit dem Rad fahren, ohne viel zu “haxeln”.
Leider ist mir keine Schaltung bekannt die mehr als 9 Zahnkränze in Verbindung mit dem BionX Elektroantrieb am Hinterrad unterbringt!
Deshalb ist mein getestetes Scooterbike schon die perfekteste Ausbaustufe die es derzeit mit Elektromotor im Heck gibt. Eine Lösung mit Frontmotor halte ich in diesem  Fahrrad für keine gute Idee, da das Vorderrad meiner Meinung nicht genügend Traktion dafür hat. Speziell bei Nässe wär das gar nicht lustig.
Hier würde beispielsweise der Mittelmotor von Panasonic hervorragend reinpassen, aber Weihnachten kommt ja erst…

Ich werd meine Wunschliste nach den vielen Eindrücken mal zusammenstellen und dann sehen, ob jemand so ein Rad im Frühjahr 2011 auch baut!
Wenn ja, dann wird es sicher eine Kaufentscheidung geben, sofern ich das Geld dann auch zusammen habe 😉

Alle Erfahrungen mit dem Fahrrad könnt ihr bekommen, wenn ihr hier im Blog nach Scooterbike sucht!

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Fahrrad, Testberichte | Tags:

Scooterbike Hybrid – 5.Tag – Stadttour bei Regen

Heute habe ich endlich wieder mal Zeit mit dem Scooterbike zu fahren. Diesmal beruflich, denn ich muss in mehreren Außenstellen Netzwerkkomponenten anschließen.

Ein idealer Testtag ist heute nicht, denn schon bei der Abfahrt regnet es leicht. Ich beschließe gleich die ganze Regenmontur anzuziehen und habe wieder mal den richtigen Riecher, denn auf halber Strecke zur ersten Außenstelle beginnt es zu schütten.

2010_09_16_Scooterbike_Vorderrad Die Fahrt bei Regen lässt wieder meine Zweifel aufkommen ob das kleine 16 Zoll Vorderrad wirklich eine gute Wahl für das Fahrrad ist. Denn in Kombination mit der Magura “Luise”, der hydraulischen Scheibenbremse ist das Rad auf nassem, rutschigen Untergrund sehr vorsichtig zu bremsen.

Als ich allerdings bei einer Straßenkreuzung eine Vollbremsung machen muss, weil ein Autofahrer versucht telefonierend mit einer Hand eine Kurve zu meistern, bin ich Froh dass man durch die niedrige Sitzposition mit den Füßen mit bremsen kann. Das hat in diesem Fall zwei Vorteile!
Zum Einen erhöht es die Verzögerung und zum Anderen kann ich das Gleichgewicht halten obwohl das Vorderrad trotz “Stotterbremse” nicht mehr ganz stabil auf der Straße liegt.

So beschließe ich auf Kosten meiner Schuhsolen den Trottel nicht abzuschießen, denn es wäre auch sehr Schade um das schöne Scooterbike!
Ich denke dass ich mit einem herkömmlichen Fahrrad da mehr Probleme gehabt hätte, denn nur mit der Bremswirkung der Räder, wär sich das auch damit nicht mehr ausgegangen.
Dabei war ich in diesem Fall gar nicht so schnell dran.

Der Regen wird immer stärker und ich habe es etwas schwer den Drehgriff der 9 Gang Schaltung zu verwenden, da meine regennassen Hände auf dem Griff immer abrutschen. Den sollte man vielleicht etwas leichtgängiger machen.2010_09_16_Scooterbike_Drehgriff

Ich schaffe die vier Lokationen in nicht mal 4 Stunden obwohl ich jeweils ca. 30 Minuten für den Aufbau brauche. Massiv förderlich sind dafür zwei Tatsachen. Zum Einen brauche ich keinen Parkplatz suchen und zum Anderen kann ich immer die Ideallinie fahren (z.B. durch die Innenstadt). Immer mehr bin ich der Meinung dass dieses Fahrrad mit dem BionX Antrieb der ideale Ersatz für das Auto ist, sofern man nicht viel zu transportieren hat.
Die Allwettertauglichkeit des Fahrrades hat sich mit diesem Tag zwar bestätigt. Allerdings drängt sich schon die Frage auf ob man auch bereit ist, bei solchem Wetter mit Regengewand ausgerüstet auch im starken Regen zu fahren, denn Spaß macht das nur bedingt.
Auch muss man einkalkulieren dass man am Ziel die Zeit braucht, sich von den nassen Sachen zu befreien und diese auch irgendwo unterbringen sollte.

Alles in Allem war es ein lehrreicher Tag und ich bin total überrascht, wie schnell ich die 36 km heute mit dem Scooterbike Hybrid erledigt hatte, obwohl es sicher die Hälfte davon regnete.

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Fahrrad, Testberichte | Tags:

Scooterbike Hybrid – 4.Tag – Zug und U-Bahn

Heute bin ich mal zum Test in der U-Bahn und in der Schnellbahn unterwegs.

2010_09_14_Scooterbike_Schnellbahn Da das Scooterbike Hybrid nur um ca. 15 cm länger ist wie mein “Standard Fahrrad”, sollte das kein besonderes Problem werden.

Allerdings ist das Scooterbike mit ca. 33kg (aufgetankt) nicht unbedingt ein Leichtgewicht. Denn der BionX Antrieb hat schon seine geschätzten 8 kg.
Da das Fahrrad keinen Alurahmen hat, sondern aus hochfestem CroMo-Rohr ist, kommen da schon für das Fahrrad ohne Elektroantrieb 25,5 Kg auf die Wage.
Jedoch ist die Gewichtsverteilung absolut ideal und so lässt sich das Scooterbike viel leichter in den Zug heben als beispielsweise der “weisse Riese” den ich vor einiger Zeit zum Test hatte!
Das hat mich etwas überrascht, denn ich hatte mir mehr Probleme mit dem langen Ding erwartet…

In manchen Aufzügen, speziell in den U-Bahn Stationen ist das dann nicht mehr so einfach. Denn dort habe ich oft mit meinem herkömmlichen Fahrrad schon meine liebe Not. Aber was solls, meist ist sowieso eine Rolltreppe da, und auch dort macht das Scooterbike keine schlechte Figur.
In der U-Bahn selbst geht sich das Fahrrad in einem Wagon quer ebenfalls ohne Probleme aus, allerdings gibt es in diesem Wagon dann nicht mehr viel Platz zum durchgehen. Gerade mal ein halber Meter auf EINER Seite lässt sich machen. In diesem Fall schummle ich mich nicht mehr so gerne zu “nicht Fahrradzeiten” in die U-Bahn, denn das gibt doch mehr Konfliktpotential als zum Beispiel mit einem Klapprad, welches bedeutend kürzer ist!
Und solange die Leute ohne Probleme vorbeigehen können, gibts auch keinen Ärger 😉

Fazit: Praxistest in den öffentlichen Verkehrsmitteln bestanden!

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Fahrrad, Testberichte | Tags:

Scooterbike Hybrid – 2.Tag – BionX der Go und STOP Antrieb

2010_09_11_bionx-logo Heute hab ich mal beschlossen den Akku des Scooterbike Hybrid leerzufahren. Irgendwie kommt mir Radfahren mit dem BionX Antrieb vor wie Selbstbetrug. Denn auf die stärkste Unterstützungsstufe eingestellt, macht er dir zuerst Lust auf Beschleunigung die bis 25 km/h so rasant funktioniert, wie bei keinem bis jetzt getesteten Fahrrad, also “GO”. Und dieses “GO” passiert kraftvoll auch beim Bergauffahren ohne ein merkliches Geräusch vom Motor zu hören, da der Antrieb von BionX kein Getriebe hat. Wirklich toll!!!
Dann bei exakt 25 km/h ist plötzlich der Strom weg, also STOP. Ich nenne ihn daher “GO and STOP” Antrieb!

Ich habe gestern Abend fast 2 Stunden im Internet verbracht und unzählige Codes gefunden, die es angeblich möglich machen diesem Antrieb ein wenig sanfte Dynamik im oberen Bereich beizubringen. Soll heißen, dass der Abschalte-Vorgang etwas sanfter bis ca. 28 km/h ausklingt als bei 25 km/h den Stecker rauszuziehen! Leider ist mein Testfahrrad mit der neuesten Version dieses Antriebes ausgestattet (siehe Bild) und da geht angeblich nix mehr. 2010_09_11_BionX DisplayDa der Motor die Leistung selbst drosselt und auch weiß für welchen Radumfang er verbaut wurde, ist auch nix mit kleinerem Radumfang einstellen und ähnlichen Tricks! Schade, denn im Internet habe ich gelesen dass der Motor in anderen Ländern sogar bis 32 km/h zugelassen ist und früher bis zu dieser Geschwindigkeit auch eingestellt werden könnte. Nicht dass ich jetzt damit rasen möchte, aber wenn die Unterstützung bis 28 km/h noch wenig mittut und bei 30 km/h dann komplett aus ist, wär das absolut perfekt! 
Und meines Wissens räumt der Gesetzgeber eine gewisse Toleranzgrenze bis 28 km/h ein, also wärs auch gesetzlich im Rahmen.

Nun ja, vielleicht findet sich da ja noch eine Lösung, denn so wie es jetzt ist funktioniert es zwar toll, aber ab 25 km/h sehr plötzlich Spassfrei ;-( Dafür gefällt mir das neue Display wesentlich besser, als die bisherigen BionX Anzeige!

Ich habs heute trotzdem geschafft ca. 45 km auf den Tacho zu radeln und dabei waren noch 2 von 8 Akkustrichen vorhanden. Daher schätze ich die Reichweite bei voller Unterstützung (stufe 4) mit dem Scooterbike auf ca. 55 km. Und das obwohl das Fahrrad komplett ca. 33 kg hat!

Nun zum vorher angesprochenen Selbstbetrug. Dieser sah so aus, dass ich mit dem Fahrrad IMMER schneller unterwegs war als 25 km/h und somit ohne es zu merken, viel mit getreten habe. Der Tagesschnitt lag lt. Tacho bei 23.5 km/h. Klingt für mich zwar etwas viel, aber wird schon stimmen, denn beim Bergabfahren können schon mal 40 km/h am Tacho stehen!
Und das Fahrrad läuft trotz des relativ schweren Motors sehr leicht und mit kaum merklichen Widerstand. Das hohe Gewicht merkt man nur, ein kleines bisschen, wenn ohne Strom gefahren wird.

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Fahrrad, Testberichte | Tags:

Scooterbike Hybrid – 1.Tag – die Krönung der Fahrradfahrens

  Vor einigen Tagen habe ich ja, wie schon gelesen das Scooterbike Hybrid für einen Test von Backwind.at bekommen.

2010_09_10_Ich auf dem ScooterbikeEin Fahrrad dieser Bauform beabsichtige ich eventuell nächstes Frühjahr zu kaufen, denn ich bin überzeugt dass diese Art Fahrrad zu fahren die Entspannteste ist die es gibt! Nun habe ich die Gelegenheit herauszufinden ob das auch wirklich stimmt.

Mein erster Eindruck von dem Fahrrad ist “GEIL”. Die Sitzposition ist perfekt und mit dem optionalen Schalensitz meines Testrades fühlt man sich sofort nach dem Hinsetzen total geborgen!

Der Basisrahmen entspricht einem Scooterbike ROADSTER SCB 1.5 der mit einem Schalensitz aufgerüstet wurde. 
Weiter technischen Daten meines Testrrades könnt ihr auf der Webseite von Scooterbike nachlesen.

Fahren auf diesem Rad ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase unbeschreiblich angenehm. Durch die niedrigere Sitzposition hat man weniger Abstand zur Straße. Das macht sich beim stehen bleiben dadurch bemerkbar, dass man die Füße auf den Boden stellen kann ohne absteigen zu müssen. Speziell für kleine Personen ideal! Der lange Radstand des Fahrrades macht es auch bei höheren Geschwindigkeiten leicht beherrschbar und trotzdem leicht zu manövrieren.
Ich bin am ersten Tag schon fast 30 km damit gefahren weil man, einmal im Sattel, gar nicht mehr absteigen möchte.

Der Antrieb von Bionix, welcher auf meinem Testrad verbaut ist, hat mich ehrlich gesagt sehr zwiegespalten. Einerseits schiebt er auf der stärksten Unterstützungsstufe an wie verrückt. Und das nahezu lautlos und ohne Anstrengung.
Zum anderen bricht er diesen tolle Vortrieb bei exakt 25 km/h wieder genau so rasant ab. So wie es das Gesetz vorschreibt, ohne Spielraum. Das ist wie “Coitus interruptus”, denn gerade bei 25 km/h kommt der Wunsch auf noch weiter zu beschleunigen. Das geht auch, aber eben nur mehr mit Muskelkraft. 
In der Praxis bedeutet das erst einmal das Beschleunigungsloch zu überwinden und dafür fehlen der 9 Gang Schaltung noch ein paar obere Gänge.

Allerdings ist dieses Empfinden sehr stark subjektiv, denn auf diesem Fahrrad spürt man nahezu keine Geschwindigkeit. Und genau deshalb ist das Verlangen nach mehr Geschwindigkeit auch so stark!
Angeblich kommt das daher dass man, nicht wie beim herkömmlichen Fahrrad, auf die Straße runter sieht und bewusst wahrnimmt wie Asphalt unter einem vorbeizieht, sondern eher nach oben sieht. Dadurch bekommt man mehr das Gefühl gefahren zu werden und die Geschwindigkeit sieht langsamer aus als sie ist.

Mein erster Eindruck ist jedenfalls toll! Wie es weitergeht hier, in den nächsten Tage…

Kategorie: Elektrofahrzeuge, Fahrrad, Testberichte | Tags: